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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BayWa AG und Kern Tec GmbH: Strategische Partnerschaft
Mehr als eine halbe Million Tonnen Aprikosen-, Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichkerne werden jedes Jahr allein in Europa weggeworfen. Damit geht auch der im Kern enthaltene Samen verloren, der ein wertvoller Rohstoff für die menschliche Ernährung ist.
„Wenn wir wirklich nachhaltig etwas für die weltweite Ernährungssicherheit tun wollen, müssen wir out of the box denken“, sagt BayWa Vorstandsmitglied Marcus Pöllinger, der unter anderem das deutsche Agrargeschäft verantwortet. „Innovative Ansätze wie das Upcycling von Lebensmittelabfällen zeigen, was technisch heute schon möglich ist - und welche Chancen sich daraus ergeben, um einerseits Food Waste zu reduzieren und andererseits Lebensmittel ressourcenschonender zu produzieren.“ Samen aus Steinobstkernen sind gesunde Kraftpakete aus wertvollen Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen. Der Proteingehalt eines Samens liegt bei 25 Prozent - in etwa so viel wie bei einer Putenbrust. Obstsamen gelten als die nachhaltigsten Nüsse auf dem Markt, da sie in der Produktion keine landwirtschaftliche Fläche verbrauchen und 90 Prozent weniger Wasser als etwa Mandeln. Kern Tec stellt aus diesen Rohstoffen Produkte wie Genussöle, Nougatcreme und sogar Milch-, Joghurt- und Eisalternativen für seine B2B Kunden her. Auch die Schalen, die nach dem Knacken der Kerne übrigbleiben, werden verwertet, etwa als Rohstoff für To-Go-Becher oder Bestandteil in kosmetischen Produkten als Alternative zu Mikroplastik. Der Presskuchen aus der Ölgewinnung kann ebenfalls aufgearbeitet werden - eine neue Technologie, die die Blausäure abscheidet, soll 2023 in Betrieb gehen.
„Kern Tec verfügt über ein vielversprechendes Portfolio an nachhaltigen Obstkernlösungen“, sagt Kristal Golan, Head of New Protein Solutions und Senior Venture Manager bei der BayWa. „Wir als BayWa gehen davon aus, dass es bei den Verbrauchern eine hohe Akzeptanz für Lebensmittel, die aus Obstkernen gewonnen werden, gibt. Denn sie schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund – sowohl für den Einzelnen als auch unseren Planeten.“
Über 1.000 Tonnen Steinobstkerne hat Kern Tec an seinem Produktionsstandort im niederösterreichischen Herzogenburg bislang verarbeitet und die gewonnenen Produkte an Verarbeiter in ganz Europa vertrieben. Konsumenten können die Produkte außerdem seit April 2022 unter der Marke „Wunderkern“ kaufen. (BayWa)

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