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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bayern: Tomaten in starker Gemeinschaft
Regional, frisch und aromatisch wünscht sich der Verbraucher sein Gemüse und Obst. Faire Preise sind für die landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern ein wichtiges Argument. Sie sehen in einer gemeinschaftlichen Vermarktung ein großes Plus für Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel auf Augenhöhe. In Bayern ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) für die Anerkennung und Beratung dieser sogenannten Erzeugerorganisationen im Sektor Obst und Gemüse zuständig.
Damit auch kleinere Familienbetriebe wie die Familie Böhm aus Albertshofen mit ihren fränkischen Tomaten auf dem Markt gesehen werden und eine Chance haben, gibt es die Möglichkeit, sich zu anerkannten Erzeugerorganisationen zusammenzuschließen. Unter dem Dach der Gartenbauzentrale Main-Donau haben sich Landwirte aus dem Raum Gundelfingen an der Donau mit Landwirten aus Albertshofen in Unterfranken zusammengeschlossen. Auf den über 700 Hektar Freilandflächen werden Karotten, Tomaten, aber auch Kohlgemüse, Salate sowie Fein- und Stängelgemüse angebaut. So können die bayerischen Erzeuger ihren Kunden über die ganze Anbausaison hinweg eine breite Produktpalette mit hoher Liefersicherheit anbieten.
Aktuell sind in Bayern drei anerkannte Erzeugerorganisationen im Sektor Obst und Gemüse für ihre insgesamt etwa 600 Anbauer am Markt aktiv. Neben der Gartenbauzentrale Main-Donau bündelt in Niederbayern die „GEO Bayern“ den Anbau von Einlegegurken und die „Franken Obst“ erfasst und vermarktet Kirschen und Zwetschgen aus den Steinobstanbaugebieten in der fränkischen Schweiz. In einer solchen Organisation bilden die Landwirte eine starke Gemeinschaft. Sie planen gemeinsam ihrer Erzeugung und bündeln das Angebot für eine kollektive Vermarktung und er-reichen somit eine Verbesserung ihrer Marktposition. Im Sektor Obst und Gemüse geht die Unterstützung der Erzeugerorganisationen bis hin zur Förderung der Erstverarbeitung und Verpackung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung von Maßnahmen mit positiver Umweltwirkung, wie beispielsweise der Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Landwirte, die sich über die Voraussetzungen für eine Anerkennung informieren wollen, wenden sich an das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte der LfL. (LfL)

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