Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bayern: Spargelbauern ziehen zufriedenstellende Bilanz

Rund um den Johannistag endet traditionell die bayerische Spargelsaison. Die Bilanz der heimischen Erzeuger fällt insgesamt ordentlich aus: Die Qualität stimmte über weite Strecken, Erntemenge und Nachfrage hielten sich meist die Waage. Für viele Betriebe war die Saison dennoch fordernd.

Eine herausfordernde Spargelsaison geht zu Ende. Bild: GABOT.

Das Wetter gab den Takt vor: Dank Verfrühungsmaßnahmen stand zum offiziellen Saisonstart Anfang April bereits heimischer Spargel zur Verfügung – in Teilen Frankens lief die Ernte flächendeckend erst nach Ostern an. Kühle Nächte und Temperaturschwankungen bremsten das Wachstum im Mai immer wieder aus, bevor sommerliche Temperaturen rund um Pfingsten es beschleunigten – und damit Ernte und Qualitätssicherung anspruchsvoller machten.

Zwischen Kostendruck und Preiskonkurrenz

Angebot und Nachfrage blieben weitgehend im Gleichgewicht. „Es gab weder über längere Zeit deutlich zu viel noch deutlich zu wenig Spargel am Markt“, sagt Patrick Scharl, Referent für Obst und Gartenbau beim Bayerischen Bauernverband. Stammkundschaft blieb Hofläden und Verkaufsständen treu. Gleichzeitig schauen viele Verbraucher genauer auf den Preis – vor allem im Vergleich zu Aktionsware des Lebensmitteleinzelhandels. Das setzt Direktvermarkter unter Druck. „Den Betrieben bereiten die hohen Kosten und der hohe Handarbeitsanteil in Verbindung mit dem gestiegenen Mindestlohn Sorgen – verschärft durch den Preisdruck günstiger Handelsangebote“, so Scharl. „Regionaler Spargel steht für kurze Wege, Frische und heimische Wertschöpfung. Das muss sich auch im Preis widerspiegeln.“

Amtliche Erntezahlen für 2026 liegen noch nicht vor. Aus der Praxis zeichnet sich aber eine normale bis gute Saison mit regionalen Unterschieden ab. Zum Saisonende zum Johannistag hin gingen die Mengen wie gewohnt zurück; viele Betriebe beendeten die Ernte wegen trockenheitsbedingt dünnerer Stangen früher – auch um die Anlagen zu schonen. Nach dem 24. Juni wird traditionell kein Spargel mehr gestochen: Die mehrjährigen Pflanzen brauchen nun Zeit zur Regeneration. Über das Spargelkraut sammeln sie Energie für den Austrieb nach der Winterruhe – die Basis für beste Qualität im kommenden Jahr.

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