Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bayern: Silphie als blühende Alternative zu Mais

Neues Förderprogramm "Blütenbauer" soll für mehr insektenfreundliche Pflanzen für die Biogas-Nutzung sorgen.

Die Energiepflanze "Durchwachsenen Silphie". Bild: Uli Eidenschink/TFZ.

Um die Nutzung von insektenfreundlichen Energiepflanzen wie der "Durchwachsenen Silphie" in Biogasanlagen voranzubringen, hat Agrarministerin Michaela Kaniber ein neues Förderprogramm mit dem Namen "Blütenbauer" aufgelegt. Wie die Ministerin in München mitteilte, wird ab dem 15. Oktober dazu der Ankauf des Saatguts für die "Durchwachsene Silphie" finanziell unterstützt. "Wir nehmen den Wunsch der Gesellschaft sehr ernst, Energiewende, Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität miteinander zu verbinden. Die Durchwachsene Silphie ist eine interessante Alternative zu herkömmlichen Biogassubstraten. Sie dient mit ihrer frischgelben Blüte als vitale Insektenweide bis in den Spätsommer hinein", sagte die Ministerin.

Darüber hinaus mache ihr hoher Flächenertrag und die ökologischen Vorteile einer Dauerkultur die Silphie für die Biogasproduktion interessant. Das Risiko für erodierte Böden oder aus dem Boden ausgewaschener Nährstoffe gehe zurück und die Bauern müssten weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen. Außerdem bereichert die Pflanze durch die lange Blüte von Juli bis September das Landschaftsbild und ist eine beliebte Bienentrachtpflanze. „Versuche in Oberfranken haben gezeigt, dass die Zahl der Arten und der Individuen von Insekten in Silphie-Beständen im Vergleich zu angrenzenden Mais- und Getreide-Flächen deutlich höher war. Das allein ist schon Grund genug, ihre Verbreitung zu fördern. Zudem können die Erträge grundsätzlich mit dem herkömmliche Biogassubstrate mithalten“, so Kaniber. Damit werde nicht nur ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch zur Biodiversität sowie zum Schutz von Grund- und Oberflächengewässern sowie zum Schutz vor Erosion geleistet.

Der Kauf des Saatguts der Durchwachsenen Silphie wird bis Ende 2026 mit 50% der Saatgutnettokosten, maximal jedoch mit 200 Euro pro Kilogramm und maximal drei Kilo je Hektar gefördert. Die Förderhöchstsumme je Antragsteller und Jahr beträgt 5.000 Euro. Derzeit wird die Durchwachsene Silphie in Bayern auf rund 2.400 Hektar angebaut. (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

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