Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bayern: Sichere Arbeitsbedingungen für Saisonarbeiter

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat Landräte zu einer Videokonferenz eingeladen, um den kommenden Einsatz von ausländischen Helfern bei anstehenden Bestell-, Pflanz- und Erntezeiten zu besprechen.

Bild aus dem Videoclip: Hygienemaßnahmen für den Einsatz von Saisonarbeitskraften. Bild: StMELF.

Die aktuell geltenden Regelungen zur Einreise, Quarantäne, Testpflicht, Testkonzepte und Kostenübernahme sowie Meldepflicht standen dabei auf der Tagesordnung. „Wenn landwirtschaftliche Betriebe ab dem Frühjahr wieder Saisonarbeitskräfte beschäftigen, müssen sie an viele neue coronabedingte Hygienevorschriften denken. Wir bieten ihnen dazu Rat und Unterstützung an. Es ist extrem wichtig, dass die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern, ihrer Mitarbeiter und Saisonarbeitskräfte geschützt und die Versorgung mit Lebensmitteln sichergestellt werden. Auf die Mitarbeiter, die zum größten Teil aus dem Osten Europas kommen, können wir nicht verzichten“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München.

Die Ministerin hat sich deshalb bereits an den Bundesarbeitsminister gewandt, um Erleichterungen bei der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften zu erreichen: „Die Betriebe brauchen auch heuer die Möglichkeit, die sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung erneut von 70 auf 115 Tage ausweiten zu können. Das bringt mehr Planungssicherheit für die Betriebe und hilft dem Gesundheitsschutz. Die Arbeitskräfte müssen dann weniger reisen, es findet weniger Wechsel statt, was Kontakte und die Verbreitung des Virus reduzieren kann“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.

Die Arbeitgeber von Erntehelfern stehen erneut vor schwierigen Fragen: Was ist das beste Hygiene-Konzept? Wie bringt man die Helfer am sichersten unter, wie müssen die Arbeitsbedingungen gestaltet werden? Damit der Arbeits- und Gesundheitsschutz gewahrt bleibt, müssen der Einsatz und die Unterbringung der Saisonkräfte gut geplant sein. Fragen und Antworten zur Beschäftigung von Saisonarbeitskräften hat das bayerische Landwirtschaftsministerium auf seiner Homepage zusammengestellt (www.stmelf.bayern.de/coronavirus). Weitere Informationen zu Arbeitsbedingungen und zum Gesundheitsschutz gibt es bei den beiden dafür zuständigen bayerischen Ministerien für Arbeit und für Gesundheit.

Als Hilfestellung und Anregung hat das Landwirtschaftsministerium zudem in einem Videobeitrag exemplarische Maßnahmen zusammengefasst, die sich mittlerweile in der Praxis gut bewährt haben. In rund fünf Minuten werden den Arbeitgebern und Arbeitnehmern anschaulich wichtige Tipps gegeben, um die Umsetzung zu erleichtern. Das Video ist in Deutsch und - in Zusammenarbeit mit den zuständigen Konsulaten in Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch übersetzt. (StMELF)

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