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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bayern: Saisonbeginn für Spargel
Die Corona-Pandemie trifft die landwirtschaftlichen Betriebe mit Sonderkulturen wie Gemüse, Hopfen, Obst oder Wein hart. Routinierte Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa fehlen. Dabei müsste jetzt der Spargel geerntet und in anderen Bereichen gepflanzt und gesät werden. Unter dem Motto „Arbeiten für die Ernte“ ruft Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber deshalb Studierende, Kurzarbeiter und Rentner auf, sich in Stellenbörsen wie „Das Land hilft“ einzutragen, um drohende Ernteausfälle zu verhindern: „Unsere Landwirte schaffen Wertvolles. Täglich und verlässlich versorgen sie uns mit besten Lebensmitteln. Jetzt, in dieser besonderen Situation, brauchen sie unsere Unterstützung. Wer kann, soll mit anpacken. Und ich danke den vielen Menschen aus Bayern, die schon jetzt den heimischen Betrieben bei der Ernte helfen“, sagte Kaniber.
Kaniber hat sich auf dem Spargelhof Koppold & Sohn GbR. im Schrobenhausener Anbaugebiet persönlich ein Bild von der Situation gemacht. Der Familienbetrieb pflanzt auf rund sieben Hektar Spargel an und ist ab Ende März auf rund zehn erfahrene Erntehelfer angewiesen. Nur von Hand ist es möglich, Spargelstangen von hoher Qualität zu ernten und dabei die Pflanzen nicht zu schädigen. Dieses immense Arbeitspensum kann von den Familien der Spargelbetriebe nicht ohne Helfer geleistet werden.
„Wenn jetzt einheimische Helfer einspringen, ist das Problem zwar noch nicht vollständig gelöst, auch weil Saisonarbeitskräfte über das ganze Vegetationsjahr hinweg bis in den Herbst hinein gebraucht werden. Aber die hiesigen Helfer können zumindest einen Teil der fehlenden osteuropäischen Saisonarbeitskräfte ersetzen“, sagte Kaniber. Die Ministerin begrüßte, dass in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Dafür hatte sich Kaniber auf Bundesebene stark gemacht.
Die Ministerin appellierte an die Verbraucherinnen und Verbraucher: „Kaufen Sie Spargel, Obst und Gemüse aus Bayern. Damit unterstützen sie die heimischen Betriebe. Gerade jetzt zeigt sich wie wichtig die regionale Versorgung ist.“ Mit der Schließung der Gastronomie falle ein wichtiger Absatzweg für heimische Qualitätsprodukte weg. Daher sollten die Verbraucher jetzt zu heimischen Spargel greifen – ob in der Direktvermarktung ab Hof, beim Verkaufsstand oder im Einzelhandel. Kaniber rief auch dazu auf, die Angebote der mittelständischen Gärtnereien und Baumschulen vor Ort zu nutzen. Viele Betriebe bieten einen Lieferservice für Blumen, Gehölze sowie Zubehör an.

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