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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bayern: Mehr Landwirte versichern sich gegen Extremwetter
Allein die Ertragsschäden, die solche Unwetter in diesem Jahr in weiten Teilen Freistaats auf den Feldern und Fluren verursacht haben, werden von Experten auf mehr als 100 Mio. Euro geschätzt. Angesichts dieser Entwicklungen unterstützt Bayern als erstes Bundesland seit diesem Jahr die Absicherung landwirtschaftlicher Betriebe gegen solche Schäden durch eine Mehrgefahrenversicherung. Seit Anfang 2021 fördert das Landwirtschaftsministerium bereits die Versicherung im Obst- und Weinbau, in diesem Jahr hat der Freistaat die Versicherungsmöglichkeit auf Grün- und Ackerland ausgeweitet, weil der Bund sich in dieser Frage nicht bewegt.
Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte, haben im ersten Jahr von diesem umfassenden Angebot bereits 5.000 Betriebe mit insgesamt 150.000 Hektar Gebrauch gemacht. "Angesichts des Klimawandels und zunehmender Unwetter war es für uns klar, dass Bayern seinen Bauern auch hier zur Seite steht. Das ist wichtige Hilfe zur Selbsthilfe. Wir haben damit bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen und ein umfassendes Instrument zur Risikovorsorge geschaffen", so die Ministerin.
Vor allem ist die Mehrgefahrenversicherung im Vergleich zu den früher üblichen ad-hoc-Hilfen für die Landwirte und die Verwaltung mit deutlich weniger Bürokratie verbunden. "Wir haben darauf geachtet, dass das Förderprogramm voll digital und schlank konzipiert wurde", sagte die Ministerin. Während es gegen Hagelschlag ein seit vielen Jahren am Markt etabliertes Versicherungsangebot gibt, ist die Absicherung gegen andere Risiken des Klimawandels noch wenig verbreitet und bisher für die Betriebe häufig wirtschaftlich kaum tragbar. "Daher ist Bayern jetzt in Vorleistung gegangen und will dadurch der Mehrgefahrenversicherung einen kräftigen Schub verleihen", so Michaela Kaniber. Der Freistaat fördert bis zu 50% der Prämien und stellt dafür allein in diesem Jahr mehr als 18 Mio. Euro zur Verfügung, bis 2027 sind insgesamt 130 Mio. Euro vorgesehen.
"Auch dieses Jahr hat uns wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig ein umfassender Versicherungsschutz gegen die Gefahren wie Sturm, Starkregen, Frost und Trockenheit ist. Gemeinsam mit der Versicherungswirtschaft haben wir in Bayern ein wirtschaftlich attraktives Angebot für Ackerbau, Grünland und die Dauerkulturen auf die Beine gestellt", so die Ministerin. (stmelf)

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