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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bayern: Borkenkäfer schwärmen aus
Der warme Start in den Mai hat den ersten Schwärmflug der Borkenkäfer in diesem Jahr verstärkt. Bayern Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat deshalb die Waldbesitzer aufgerufen, ihre Fichtenwälder in den kommenden Wochen gründlich auf frischen Befall zu kontrollieren. Laut Brunner sind die Symptome gut erkennbar: Bei bereits länger befallenen Bäumen färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. Frischer Befall ist am braunen Bohrmehl zu erkennen, das bei trockener Witterung auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation zu sehen ist. Besonders anfällig sind laut Brunner Waldbestände, die vom Orkan „Niklas“ geschädigt wurden. Der Minister appelliert deshalb an die Waldbesitzer, gebrochene oder geworfene Bäume möglichst rasch aufzuarbeiten, um dem Käfer Brutmöglichkeiten zu entziehen. Dabei sei es sinnvoll, mit Einzelwürfen und kleineren Schadnestern zu beginnen, um eine Ausbreitung der Käfer besser kontrollieren zu können. Wenn eine rechtzeitige Abfuhr befallener Hölzer vor dem Ausflug nicht möglich ist, sollten die Stämme entrindet oder mindestens 500 m aus dem Wald transportiert werden. Brunner rät zudem, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen Äste bis drei Zentimeter Durchmesser als Brutstätte.
Detailinformationen zum Borkenkäfer und einen Überblick über die aktuelle Gefährdungslage in ganz Bayern gibt es unter www.borkenkaefer.org. Um die Entwicklung in sturmgeschädigten Regionen noch besser einschätzen zu können, hat die Forstverwaltung das der Überwachung zugrunde liegende Kontrollnetz vorübergehend verdichtet. Für alle Fragen zur Käferbekämpfung und zur Förderung der Wiederaufforstung stehen den Waldbesitzern die Förster an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Verfügung. (stmelf)

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