Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bäume in der Stadt: Baumpfleger plädieren für ausreichenden Wurzelraum

Der langfristige Erhalt von Bäumen hängt von vielen Faktoren ab. Bei der Jahrestagung des Fachverbandes Baumpflege (FvB) vom 28. bis 30. August 2026 diskutierten die über 60 Teilnehmer intensiv und praxisnah ihren Beitrag dazu vom Pflanzen bis zur Rettung von sehr alten Exemplaren.

Die Referenten wurden von den Baumpflegern sehr geschätzt und intensive Diskussionen mit ihnen vertieften die fachpraktische Erkenntnis: v.l. Stefan Maiwald, Dr. Jörg Grüner, Fachverbandsvorsitzender Jörg Cremer, Jakob Haarhaus, Andreas Schulz, Gernot Fischer, Rainer Hilsber. Es fehlen Markus Breithaupt und Peter König. Foto: FvB, Tina Banse.

Die Auswirkungen der im nächsten Jahr neu erscheinenden FLL-Empfehlungen „Anforderungen an die Substrate und deren Einbau auf der Baustelle“ erläuterte Peter König, Anwendungstechnik VulkTec Riebensahm GmbH. Jörg Cremer und Andreas Schulz, der Vorsitzende des FvB und sein Stellvertreter, waren ebenfalls an der Erarbeitung der Empfehlung beteiligt. Einig waren sich die Fachleute, dass für ein langfristiges Leben von großen Bäumen in der Stadt eine Pflanzgrube von 36 m³ notwendig ist. Diese sollte vor der Pflanzung mit einem Jahresniederschlag durchgehend gewässert werden, um Bodenschluss zu erzeugen und das Substrat auch zu verdichten.

Die Belastungen von Bäumen durch Insekten, Pilze und Dürre nehmen seit 2015 stark zu, berichtete Dr. Jörg Grüner von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg. Die Schäden, die u.a. bei Kiefern, Eschen und Douglasien am stärksten sind, haben auch Auswirkungen auf die Arbeits- und Verkehrssicherheit im Forst. In seinem zweiten Vortrag informierte er umfangreich zu den zahlreichen Pathogenen an den vielfältigen Baumarten und erläuterte anhand einer Entscheidungsmatrix bei stark geschädigten Buchen, welche Chancen sie auf eine Erholung haben.

Wie eine alte, aber am Stamm über 2,80 m eingerissene, Eiche langfristig erhalten werden kann, zeigte Stefan Maiwald auf. 2013 baute er zwei Gewindestangen ein. Ein aktueller Besuch des Exemplars zeigte seinen anhaltenden Erfolg: Der Kronenaufwuchs ist gleichmäßig, die Muttern der Schreiben sind überwallt und die ursprüngliche Spaltöffnung im Stamm ist nahezu vollständig zusammengewachsen. (ZVG/FVB)

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