Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Baden-Württemberg: Starker Rückgang bei Anbau und Ernte von Kohl

Vor allem die langanhaltende Sommertrockenheit, aber auch verschiedene Probleme beim Absatz beeinflussten den Gemüseanbau im Jahr 2022.

Anbaufläche von Gemüse im Freiland in Baden-Württemberg 2022. Bild: Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2022 auf einer Freilandfläche von 11.300 Hektar (ha) rund 266.500 Tonnen (t) Gemüse geerntet. Während die Erntefläche nur leicht eingeschränkt wurde (−2 %), nahm die Erntemenge im Vergleich zum niederschlagsreicheren Vorjahr deutlich um 9% ab.

Negative Auswirkungen hatte der ausbleibende Niederschlag in den Sommermonaten insbesondere für den Anbau der wichtigsten Kohlsorten. Die Erntemengen von Weiß- und Rotkohl lagen mit 36.000 t (−18%) bzw. 7.600 t (−24%) deutlich unter dem 6-jährigen Mittel (2016-2021). Ausschlaggebend waren zum einen die niedrigen Erträge von 70 t/ha bzw. 44 t/ha und zum anderen die kleinsten Anbauflächen bei Weiß- (520 ha) wie Rotkohl (170 ha) der letzten sieben Jahre.

Auch die Mindererträge bei Fruchtgemüse, wie Zuckermais (8,0 t/ha; −14%), Einlegegurken (87,1 t/ha; −9%) oder Speisekürbisse (16,1 t/ha; −4%), ließen sich im Vergleich zum Vorjahr häufig auf eine unzureichende Wasserversorgung zurückführen. Allein bei Zuckermais konnte im Gegensatz zu den Einlegegurken (−8%) und Speiskürbissen (−2%) eine Anbauausweitung um 3% auf 1.150 ha verzeichnet werden.

Für den Salatanbau folgte nach einem zu nassen Jahr 2021 nun ein deutlich trockeneres Jahr 2022, diese Entwicklung hatte unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Salatarten. Während Eis- (45,2 t/ha; +2%) und Kopfsalat (29,8 t/ha; +5%) höhere Erträge als im Vorjahr aufwiesen, lagen die Erträge bei Feld- (3,3 t/ha; −8%) und Eichblattsalat (23,1 t/ha; −3%) dagegen unter dem schon niedrigen Vorjahresniveau.

Mit einem Anteil von 22% an der Gemüsefläche blieb der Spargel die wichtigste Freilandkultur. Unter den 2 480 ha waren 2 .130 ha ertragsfähige Anlagen, auf denen 2022 rund 9.600 t Spargel gestochen wurden. Die Erntemenge fiel damit um ein Zehntel geringer als der 6-jährige Durchschnitt aus. Aufgrund von Vermarktungsschwierigkeiten wurde die Spargelernte von einigen Betrieben frühzeitig beendet.

Das mengenmäßig bedeutsamste Gemüse blieb in Baden-Württemberg die Karotte. Im Jahr 2022 wurde auf einer Fläche von 1.040 ha insgesamt 53.200 t Karotten geerntet. Im mehrjährigen Rückblick stellt dies ein mittleres Jahr dar.

Der Gemüseanbau in Folientunneln oder Gewächshäusern fand 2022 auf 360 ha statt und wurde zum Vorjahr spürbar eingeschränkt (−8%). Die größten Produktionsanteile hielten Tomaten (11 400 t; −8%) und Salatgurken (7 700 t; −14%); in beiden Fällen lagen die Erträge jedoch deutlich unter dem mehrjährigen Mittel.

Nach ökologischen Kriterien wurde 2022 im Freiland auf 1.820 ha rund 33.000 t Gemüse erzeugt, unter Glas belief sich die Fläche auf 110 ha. Im Freiland lagen die Schwerpunkte bei Karotten (260 ha), Speisekürbissen (240 ha) und Salaten (230 ha), unter Glas wurden bevorzugt Salate (40 ha) und Tomaten (20 ha) kultiviert. (Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg)

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