Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bad Herrenalb: Peter Hauk über "invasive Arten"

Begünstigt durch den Klimawandel und die weltweiten Handelsbeziehungen halten immer mehr Pflanzen und Tiere in Europa Einzug, die die heimische Flora und Fauna nachhaltig schädigen oder gar verdrängen: die sogenannten invasiven Arten.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk: Invasive Pflanzen- und Tierarten sind eine große Herausforderung für unsere Ökosysteme. Bild: © Gartenschau Bad Herrenalb 2017.

Neben Insekten wie der Asiatische Laubholzbockkäfer oder der Buchsbaumzünsler gehören auch Pflanzen wie Staudenknöterich oder Riesenbärenklau, dessen Saft schmerzhafte Verbrennungen verursachen kann.

Wie sollen Kommunen und Landschaftsgärtner mit den invasiven Arten umgehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Fachveranstaltung im Bad Herrenalber Kurhaus, zu der das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. (VGL-BW) geladen hatte.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk betonte in seiner Eingangsrede, die Schwierigkeiten, die mit der Bekämpfung von invasiven Arten einhergehen. „Der Umgang mit invasiven Tier- und Pflanzenarten ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft, und der Druck auf unsere Ökosysteme ist hoch. Baden-Württemberg ist insbesondere durch seine geographische Lage und klimatischen Verhältnisse für die Ansiedlung solcher ungebetenen Gäste prädestiniert. Durch gezielte und vielfältige Maßnahmen sollen invasive Arten frühzeitig erkannt und die Ansiedlung bestmöglich verhindert werden.“ Aber genau im nicht rechtzeitigen Erkennen und der daraus folgenden zu späten Eindämmung liege das Problem, so Hauk weiter und nannte die irreversiblen Schäden durch einen aus Japan stammenden Pilz am deutschen Eschenbestand als Beispiel.

Albrecht Bühler, Vorstand Ausbildung im VGL-BW, hob hervor, dass die Eindämmung invasiver Arten nur durch Fortbildungsmaßnahmen in den Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus und bei den Grünverantwortlichen in den Kommunen möglich sei. Dazu trügen auch Fachtagungen wie die auf der Gartenschau bei. Die zahlreichen Teilnehmer sahen das genauso, denn sie bewerteten sowohl die Fachvorträge als auch den Erfahrungsaustausch untereinander als durchweg positiv und fruchtbar. Dennoch bleibt auch in Zukunft einiges zu tun: Fachleute erwarten eine weitere Zunahme an invasiven Arten. (Quelle: Gartenschau Bad Herrenalb)

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