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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Backhaus: Moorschutz in MV nimmt weiter Fahrt auf
„Mecklenburg-Vorpommern ist entschlossen, seinen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten und dafür ist die konsequente Wiedervernässung der Moorflächen im Land unumgänglich. Ich halte allerdings nichts von pauschalen Hektarvorgaben von oben, diese werden schlicht nicht funktionieren. Endlosen Streit können wir uns angesichts der Herausforderung aber schon zeitlich nicht leisten. Daher habe ich alle gesellschaftlichen Akteure an einen Tisch geholt, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Mit der Taskforce hat der Moorklimaschutz in unserem Land seit 2022 ein neues Niveau erreicht. Dieses wird durch unser Treffen nochmals unterstrichen“, so Minister Backhaus.
„Derzeit erarbeiten wir eine Moorschutz- und Landnutzungsstrategie“, so der Minister, „die bereits vorhandene als auch neue Förderprogramme zusammengefasst, mit der insbesondere die Landwirtschaft weitere Anreize erhalten soll, trockengelegte Moorflächen wiederzuvernässen und eine torferhaltende Bewirtschaftung zu erproben. Im Zentrum stehen dabei Fördermöglichkeiten für nasse Bewirtschaftungsformen wie die moorschonende Stauhaltung und die MoorFutures.
Klar ist: Wir verfolgen das Konzept „Schutz durch Nutzung“. Landwirtschaftliche Flächen bleiben landwirtschaftliche Flächen, auch wenn mit höheren Wasserständen bislang Ertragsminderungen einhergehen. Mit der moorschonenden Stauhaltung können wir diese Ertragsminderungen nun auch endlich im Rahmen der GAP ausgleichen und die Klimaschutzleistung honorieren. Das Programm ist ein großer Erfolg. Die Antragszahlen zeigen uns: die Landwirtschaft ist bereit, den Weg in eine nasse Landnutzung zu gehen; mehr als 1.200 ha wurden als förderfähig eingestuft. Als Land erweitern wir daher die Förderangebote. Neben ELER-Mitteln werden auch bald EFRE-Gelder zur Verfügung stehen. Außerdem sollen die MoorFutures so weiter entwickelt werden, dass sie die moorschonende Stauhaltung wirkungsvoll unterstützen können, ohne dass es zu Doppelförderungen kommt. Zudem reichen wir als Land weitreichende Projektanträge zur ANK ein für den investiven Moorschutz bei Küstenüberflutungsmooren und zur Gewinnung von Moorspezialisten zur Fachkräftesicherung“, so Backhaus.
In der aktuellen Förderperiode des EFRE stehen erstmalig 18 Mio. Euro für den Moorschutz zur Verfügung. Das ANK ist das „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ des Bundes. Hier sind einmalig insgesamt 4 Mrd. Euro vorgesehen, von denen 1,2 Mrd. Euro dem Moorschutz zugutekommen. Alle diese Instrumente sind in Vorbereitung und stehen voraussichtlich 2024 zur Verfügung.
Die klassischen MoorFutures zielen auf die Wiedervernässung und anschließende weitgehende Nutzungsaufgabe. Dieses sehr beliebte Ökowertpapier soll auch weiterhin angeboten werden.
Daneben wird daran gearbeitet, ein Moorzertifikat zu entwickeln, welches allein auf die Finanzierung der Wiedervernässung abzielt und so ggf. die AUKM moorschonende Stauhaltung noch attraktiver machen kann. Um etwa eine Doppelförderung zu vermeiden, sind umfangreiche Abstimmungen notwendig, die derzeit erfolgen.

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