Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Backhaus: Kartoffelanbau gehört zu MV

In der Agrarprodukte Göhlen e.G., einem langjährigen Produzenten von Stärke- und Veredlungskartoffeln, hat sich Agrar­minister Dr. Till Backhaus in einem Gespräch mit Vertretern des Saatgutverbandes MV zur aktuellen Situation des Kartoffelanbaus in Mecklenburg-Vorpommern ausgetauscht.

In Mecklenburg-Vorpommern soll der Kartoffelanbau weiter gefördert werden. Bild: GABOT.

„Wir sind uns einig, dass wir den Kartoffelanbau in Mecklen­burg-Vorpommern stärken und ausbauen wollen“, sagte der Minister. "Die Erweiterung der Anbauflächen ist schon deshalb wichtig, um eine Hackfrucht in die Fruchtfolge zu bringen. Und unsere Pflanzkartoffelproduktion ist aufgrund des Exports in 30 Länder ein beachtenswerter wert­schöpfender Faktor. Der Kartoffelanbau passt zu den klimatischen Bedingungen und den Bodenverhältnissen hier bei uns und gehört für mich nach Mecklenburg-Vorpommern wie der Eiffelturm nach Paris“, so Backhaus.

„Für den Ausbau des Kartoffelanbaus braucht es jedoch auch in Zukunft entsprechende Rahmenbedingungen“, sagte Backhaus. „Deshalb werden wir die Förderung von Beregnungs­anlagen sowie von Investitionen in Produktion, Aufbereitung, Verpackung, Lagerung und Vermarktung fort­setzen. Ebenso werde ich an der bevorzugten Verpachtung landeseigener Flächen an arbeitsintensive Betriebe wie den Kartoffelanbauern festhalten.“

Backhaus betonte, dass sich in MV die Rahmen­­bedingungen für die kartoffel­anbauenden Betriebe bereits verbessert haben: „Es besteht die Möglichkeit einer Vertrags­produktion von etwa 500.000 Tonnen für die Werke Hagenow und Stavenhagen (Veredlungskartoffeln) sowie Küritz und Dallmin (Stärkekartoffeln). Die Kapazitäten für Lagerung und Aufarbeitung der Knollen sind auf einem guten Stand. Als einziges Bundesland verfügt MV über gesetzlich geschützte Gesundlagen, die in einer überarbeiteten Verordnung 2020 erneut festgeschrieben wurden. Die Gesundlagen sind eine wichtige Grund­lage für den Vermehrungsanbau und den be­triebswirtschaft­lich attraktiven Export von Pflanzkartoffeln.“

„Unsere Strategie scheint Früchte zu tragen“, sagte Backhaus. „Nach Jahren des Rückgangs hat sich die Anbau­fläche seit 2015 wieder um 2.000 Hektar vergrößert. Aller­dings ist der Ertrag der letzten fünf Jahre mit durch­schnittlich rund 335 dt/ha angesichts des arbeits­intensiven Aufwands betriebswirtschaftlich immer noch nicht aus­reichend. Das Beispiel vieler Betriebe zeigt aber auch, gut gemachter Kartoffel­anbau rechnet sich.“

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