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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Azerca: Züchtungsausschuss sieht Chancen in Mycorrhiza-Forschung
Ericoide Mycorrhiza lassen sich an stickstoffarmen Standorten nachweisen, für einen Einsatz in der Praxis gebe es aber noch einen hohen Forschungsbedarf, erläuterte Prof. Dr. Franken. „Solche Forschungsarbeiten würden uns als Züchter und Produzenten von Heide neue Perspektiven in der Kultivierung eröffnen“, erklärte Helmut Hiedl, Vorsitzender des Züchtungsausschusses. Er verspreche sich Vorteile in der Wuchsförderung, dem Nährstoffaufschluss und bei Krankheitsresistenz, so Hiedl und hofft auf weitere Entwicklungen bei diesem Thema.
Dr. Daniela Christ vom Bundessortenamt (BSA) informierte bei der Sitzung über die nationalen und europäischen Zulassungen für Calluna und andere Ericaceen. Zukünftig wird das BSA den Umfang der zu erhaltenen Sorten im Betrieb abbauen - es erfolgt der Umbau von einer lebenden zu einer nicht-lebenden Kollektion. Züchter sind verpflichtet, ihre geschützten Sorten selbst zu erhalten, verdeutlichte die Expertin.
Für die Zentrale Genbanksammlung und das Teilnetzwerk Erica (nicht winterhart) werden noch weitere sammlungserhaltende Partner gesucht. Insbesondere bei alten Erica-Sorten und freien Sorten warb Katja Näthke, BSA, um Unterstützung. Helmut Hiedl appelliert an die Erica-Züchter und -Sammler, die Genbank zu unterstützen. Hierbei handele es sich um eine solidarische Arbeit für den Erhalt der Genetik.
Die aktuellen Versuche zu Azerca-Kulturen in der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn erläuterte Dr. Elke Ueber, Leiterin des Sachgebiets Zierpflanzenbau. Daboecia Sortensichtung, der Sortenanbau für das BSA und Calluna Kühlversuche sind nur einige der Themen.
Die Züchter diskutierten auch die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Kulturen und versuchen, tolerante Klone zu selektieren. Wildformen haben wenig Krankheiten, dies - so schätzen die Züchter - sei vorrangig durch die natürlichen Standortverhältnisse bedingt wie gute Belüftung, geringe Nährstoffversorgung und trockene Böden. Die nächste Sitzung des Züchtungsausschusses ist Anfang/Mitte August 2022 in Bad Zwischenahn in der Lehr- und Versuchsanstalt geplant. (ZVG/Azerca)

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