Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Azerca: Torf einsparen, aber ohne Qualitätseinbußen

Energieversorgung, nachhaltige Produktion und Pflanzenschutzmittel waren die Hauptthemen der Azerca-Sommerreise vom 17. - 19. Juli 2023 am Niederrhein mit insgesamt über 60 Teilnehmern.

Thomas Viehweg (l.) heizt mit einer Holzhackschnitzelheizung – diesen Rohstoff erntet er im eigenen Waldstück. Bild: Azerca/Bettina Banse.

Der Torfanteil wird in vielen Azercabetrieben reduziert, verursacht aber Probleme mit der Wasserhaltekapazität und Düngerversorgung. Die Teilnehmer der Tagung und die besuchten Betriebe sehen daher klare Grenzen in der Höhe des Torfersatzanteils. Bei der Energieversorgung nutzen die besuchten Betriebsinhaber häufig kostengünstige und regenerative Quellen wie Solarenergie. Zur sicheren Energieversorgung seiner Gärtnerei hat sich Thomas Viehweg zudem beispielsweise für seine Holzheizung ein Stück Wald gekauft.

Wäre Wasserstoff in absehbarer Zeit ein nutzbarer Energieträger für den Gartenbau? Die Hoffnung des Azercavorsitzenden Matthias Küppers zerschlug der Geschäftsführer der Firma Wystrach, Wolfgang Wolter, bei der Besichtigung des Full-Service-Anbieters für Hochdrucklösungen und Speicher von Wasserstoff in Weeze. Die Preise, nicht nur für die Generierung, sondern auch Lagerung und Transport, seien viel zu hoch. Eine direkte Nutzung grünen Stroms sei auch aus Effizienzgründen vorzuziehen, riet Wolter.

Das Mehrwegsystem European Plant Tray und den entsprechenden Dachverband stellte Geschäftsführer der Walther Faltsysteme GmbH, Dominik Lemken, Kevelaer, vor. Die finale Einführung des Trays ist für das Frühjahr 2024 geplant. 3-4 Mio. Trays werden dann jedes Jahr auf den Markt kommen, beginnend mit dem 10er Tray, und die Einwegtrays sukzessive ersetzen. (ZVG/Azerca)

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