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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Azerca: Möglichkeit der Erhaltungszüchtung diskutiert
Die Nachfrage nach Azaleen nimmt aktuell wieder etwas zu, berichteten Azaleenzüchter – allerdings sind die Heizkosten zum Antreiben späterer Sorten zu hoch, um diese zu kultivieren. Azaleen werden aktuell auch nicht zur Registerprüfung angemeldet, berichtete Dr. Elke Ueber, Versuchsleiterin Zierpflanzenbau in der LVG Bad Zwischenahn, da sich diese wirtschaftlich nicht lohne. Zwei neue Sorten wurden hingegen bei Erica gracilis angemeldet. In der LVG wurden mit versetzten Stutzterminen an 13 Daboeciensorten eine Blütenverzögerung um 2 Wochen erreicht. Die anwesenden Züchter stellten fest, dass Torfersatzprodukte mit einem höheren Anteil an Schadpilzen gegenüber dem sterilen Torf problematisch sind.
Dr. Daniela Christ vom Bundessortenamt (BSA) zeigte auf, dass die meisten Azercakulturen nun für den europaweiten Sortenschutz angemeldet werden. Die Grundlagen der Merkmalserfassung wurden zuletzt 1995 festgelegt und werden nun überarbeitet. Die Erhaltungszüchtung wird das BSA abgeben, da das Sortiment mittlerweile zu groß geworden sei und in der Verantwortung der Züchter liege. Helmut Hiedl, Vorsitzender des Azerca-Züchtungsausschusses, kritisierte die Entscheidung deutlich.
Das Prinzip der Polyploidie erläuterte Prof. Dr. Annette Hohe von der FH Erfurt. Sie kann zu größeren Blüten, aber auch zu Sterilität führen, wie bei der Triploidie. Hohe Temperaturen induzieren beispielsweise eine Polyploidie. Erworbene Eigenschaften können unter bestimmten Bedingungen epigenetisch vererbt werden, sind aber nicht immer stabil, führte Dr. Stefan Ehrentraut von der Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturen in Erfurt aus.
Züchtungsausschuss-Vorsitzender Helmut Hiedl wird sein Amt noch ein Jahr kommissarisch weiterführen. Eine Nachfolgerin oder Nachfolger wird gesucht. (ZVG/Azerca)

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