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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Asiatischer Laubholzbockkäfer: Flugzeit hat begonnen
Die Entwicklung seiner Larven im Holz ist abgeschlossen, sodass die wärmeliebenden Käfer aktuell schlüpfen. In Bayern wurden in dieser Saison noch keine neuen Käfer entdeckt. Es muss aber jederzeit damit gerechnet werden. Laubgehölze in den Quarantänezonen Miesbach und Ziemetshausen-Schönebach sollten jetzt auf Befall geprüft werden, auf krabbelnde oder fliegende Käfer sollte geachtet werden und jeder Fund muss gemeldet werden.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist etwa 2,5 bis 4 cm lang. Auffällig sind seine langen, schwarz-weiß gestreiften Fühler, der schwarze Kopf und Halsschild sowie die schwarzen Flügeldecken mit unregelmäßigen weißen Flecken. Die flugträgen Käfer sind leicht zu fangen, beispielsweise in einem Marmeladenglas mit Löchern im Deckel aufzubewahren, und dann gut zu fotografieren. „Der Asiatische Laubholzbockkäfer kann leicht mit den heimischen Handwerkerböcken der Gattung Monochamus verwechselt werden“, erklärt LfL-Pflanzenschutzinspektor Gerhard Kraus und bittet darum: „Fangen Sie verdächtige Käfer lebend und lassen Sie heimische Arten nach Entwarnung durch den Pflanzenschutzdienst möglichst fundortnah wieder frei.“
Der aus Asien eingeschleppte Käfer befällt fast alle in Deutschland vorkommenden Laubholzarten, mit einer besonderen Vorliebe für Ahorn, Rosskastanie, Birke, Pappel und Weide. Nach der Eiablage am Baum schlüpfen die Larven, die sich für zwei Jahre ins Holz fressen und breite Gänge hinterlassen. Typische Befallssymptome sind etwa 1 cm große kreisrunde Ausbohrlöcher und grobe Bohrspäne am Stamm oder in Astgabeln. Da folgende Käfergenerationen sich bevorzugt am selben Gehölz niederlassen, kommt es langfristig zu einer starken Schädigung bis zum Absterben des befallenen Gehölzes.
Die LfL hat nach den Funden des Asiatischen Laubholzbockkäfers im Jahr 2014 in Ziemetshausen-Schönebach und 2019 in Miesbach gemäß den rechtlichen Vorgaben des Bundes und der EU eine Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers erlassen. Das Ziel: Die weitere Verbreitung des Käfers erfolgreich zu verhindern sowie den Schädling auszurotten und somit die heimische Flora und Fauna zu schützen.

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