Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Arzneipflanzen: Wissenschaftliche Arbeitsgruppe gegründet

Um die wissenschaftliche Basis des heimischen Arzneipflanzenanbaus zu stärken, gründete das Julius Kühn-Institut zum 1. Februar eine Nachwuchsforschergruppe.

Arznei- und Färbepflanzen wachsen in Deutschland zurzeit auf etwa 12.000 Hektar, was den heimischen Bedarf jedoch nur in Teilen deckt. Bild: GABOT.

Um die wissenschaftliche Basis des heimischen Arzneipflanzenanbaus zu stärken, gründete das Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) in Quedlinburg zum 1. Februar eine Nachwuchsforschergruppe. Sie soll helfen, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Arzneipflanzenanbaus zu verbessern. Die Nachwuchsforschergruppe „Arzneipflanzen“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für zunächst drei Jahre gefördert.

Arznei- und Färbepflanzen wachsen in Deutschland zurzeit auf etwa 12.000 Hektar, was den heimischen Bedarf jedoch nur in Teilen deckt. Ihr Anbau, der die Biodiversität in der Landwirtschaft deutlich zu verbessern und enge Fruchtfolgen aufzulockern vermag, gilt wegen des erforderlichen know-hows und der Anforderungen an Ernte- und Aufbereitungstechnik allerdings als Domäne von Spezialisten vor allem in den mittel- und süddeutschen Bundesländern.

In Quedlinburg forschen künftig sechs Mitarbeiter des JKI – davon fünf Nachwuchswissenschaftler – vor allem zu den Arzneipflanzenarten Johanniskraut und Anis. Sie wollen nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Anbaus verbessern, sondern auch Fragen zur Phytopathologie und zum Pflanzenschutz im Arzneipflanzenanbau beantworten. Nicht zuletzt dient das Projekt der Aus- und Weiterbildung bei der Arzneipflanzenproduktion und somit konkret den anbauenden Landwirtschaftsbetrieben.

Die Nachwuchsforschergruppe steht unter der Leitung von Dr. Frank Marthe und startet am 1.2.2020 für zunächst drei Jahre mit der Option für zwei weitere Jahre. Sie wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert, Details und Kontakte stehen auf fnr.de unter dem Förderkennzeichen 22002818 zur Verfügung. (FNR)

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