- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Artischocke: Schweizer Nischen-Powerfood
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Artischocke: Schweizer Nischen-Powerfood
In der Schweiz ist die Artischocken-Produktion eine kleine Nische. Saison haben die Schweizer Artischocken von Juli bis Oktober.
Der Ursprung der frostempfindlichen Artischocke liegt im Mittelmeerraum und bis heute wird das Blütengemüse vor allem in mediterranen Gebieten angebaut. Hauptproduzenten sind Italien, Spanien, Ägypten und Frankreich sowie die USA und Argentinien.
In der Schweiz haben Artischocken zwischen Juli und Oktober Saison, sie sind hierzulande aber ein Nischengemüse. Dennoch setzten einige Bäuerinnen und Bauern darauf und bitten gar Selbstpflück-Felder an. 2022 ernteten sie 1,9 Tonnen Schweizer Artischocken. Die Anbaufläche beträgt etwas über 5 Hektaren. Importiert wurden 1.700 Tonnen des Gemüses.
Pro Kopf werden pro Jahr in der Schweiz rund 200 Gramm Artischocken verspeist. Artischockenblätter sind reich an Mineralien, Vitaminen und Antioxidantien. Schon im Römischen Reich und im antiken Griechenland war außerdem die medizinische Wirkung der Artischocke bekannt und im Mittelalter war es eines der teuersten Heilmittel.
Gaumenfreude mit Herz
Gegessen werden nur die Blütenköpfe der Artischocke – der essbare Anteil beträgt so höchstens ein Drittel. Die Blütenköpfe werden geerntet, wenn sie noch geschloßen sind und die äußersten Schuppen oder Blätter leicht abstehen. Verpasst man den Erntezeitpunkt, öffnet sich die Artischocke und blüht violett.
Artischocken haben einen zartbitteren, leicht nussigen und manchmal sogar süßlichen Geschmack. Den Genuss der zarten Blätter und vor allem des sogenannten Artischockenbodens – auch Artischockenherz genannt – muss verdient sein.
Eine Artischocke zuzubereiten ist nicht einfach und braucht viel Fingerspitzengefühl mit dem Messer: Die äußeren Blätter der Artischockenknospe sind etwas zäh und das Innere, das auch als Heu bezeichnet wird, faserig. Gutes Rüsten ist deshalb das A und O. Danach ist die Artischocke allerdings eines der vielseitigsten Gemüse.
Dünn aufgeschnitten mit frischen Kräutern und Käse schmeckt eine Artischocke als Salat. Sie mundet aber ebenso mit einem Dip oder einer Vinaigrette, gekocht, gegrillt, gefüllt oder überbacken. Als Belag für die Pizza sowie zu Pasta eignen sich vor allem die Artischockenherzen. Diese lassen sich auch gut einlegen.
Auch in Sommerdrinks landen sie gerne: Artischocken dienen zur Herstellung des italienischen Likörs Cynar (Artischocke auf Latein: Cynara scolymus). (Lid.ch)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.