Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Analyse: Bioflächen mindern Klimawandel

Bioflächen emittieren weniger Lachgas und nehmen mehr Methan aus der Atmosphäre auf als konventionell bewirtschaftete Flächen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Minderung des Klimawandels.

Eine Analyse von 19 in aller Welt erschienenen Studien hat ergeben, dass biologisch bewirtschafteten Böden flächenbezogen weniger Lachgas emittieren als solche unter konventioneller Bewirtschaftung. Die Emissionen von Bioflächen lagen pro Hektare und Jahr durchschnittlich 492 kg CO2-Äquivavelente unter denjenigen konventioneller Felder. Zudem weisen Bioflächen eine leicht erhöhte Aufnahme von atmosphärischem Methan auf.

Ertragsbezogen sind die bodenbürtigen Lachgasemissionen unter Biobewirtschaftung allerdings höher als unter konventioneller Nutzung. Dies liegt an dem um 26% niedrigeren Ertragsniveau der Bioflächen im Vergleich mit den konventionell bewirtschafteten Kulturen in den ausgewerteten Studien. Für einen Ausgleich der Lachgasemissionen bräuchte es eine Ertragssteigerung um 9% auf den biologisch bewirtschafteten Flächen. In der vorliegenden Studie wurden jedoch nur die Emissionen der Agrarflächen erfasst und nicht solche, die beispielsweise bei der Düngerherstellung und beim Hofdüngermanagement entstehen.

Studienleiter Andreas Gattinger vom FiBL wertet die Erkenntnisse der Auswertung als positiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Biolandbaus. «Dass biologisch bewirtschaftete Böden weniger Lachgas emittieren, führen wir in erster Linie auf die besondere Bodenqualität zurück. Im Gegensatz dazu scheinen die Lachgasemissionen der konventionellen Flächen vorwiegend von der Höhe der Stickstoffgaben abzuhängen», sagt Gattinger. Das Autorenteam weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass weitere Forschung besonders im internationalen Kontext erforderlich ist, um die vorliegenden Aussagen zu untermauern. So gibt es bislang keine vergleichenden Studien über Treibhausgasemissionen aus Regionen der südlichen Hemisphäre. Diese Erkenntnisse sind notwendig, um landwirtschaftliche Bewirtschaftungssysteme hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen zu optimieren und die gewonnenen Erkenntnisse auf unterschiedliche Böden, Regionen und Anbausysteme zu übertragen. Diese Studie wurde im Rahmen des Projektes Carbon Credits for Sustainable Land Use Systems (CaLas) durchgeführt und durch die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt. (FiBL)

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