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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Amsterdam: Start der neuen Schnitttulpensaison
Eine riesige Pflückgartenanlage mit rund 200.000 Tulpen in allen erdenklichen Farben bildete die Kulisse. Nach einer kurzen Eröffnungszeremonie konnten Besucher kostenlos Tulpen pflücken. Das Thema „United in Bloom“ unterstrich die verbindende Kraft der Tulpe. Wie in den Vorjahren zog der Tulpentag rund 20.000 Besucher an, darunter viele ausländische Touristen, die eigens für dieses einzigartige Tulpenfest in die Niederlande reisten. Tulpengärtner und TPN-Vorsitzender Arjan Smit blickt zufrieden zurück: „Es bleibt überwältigend schön, so viele Menschen mit einem großen Lächeln zu sehen, die Tulpen genießen. In einer Welt voller Leid zeigt der Tulpentag, wie Blumen Menschen zusammenbringen und für einen fröhlichen, verbindenden Moment sorgen.“
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Niederlande sind der weltweit größte Produzent nachhaltig erzeugter Schnitttulpen. Mehr als 350 Tulpengärtner produzieren in dieser Saison gemeinsam über 3 Milliarden Tulpen. Nachhaltigkeit ist ein zentrales Anliegen im niederländischen Schnitttulpenanbau. Die Tulpenvermehrer arbeiten in ihren Gewächshäusern ohne Pflanzenschutzmittel und senken durch mehrlagigen Anbau seit Jahren den Energieverbrauch pro Tulpe erheblich. Eine wachsende Zahl von Betrieben produziert inzwischen vollständig CO₂-neutral. Während des Tulpentages informierten Tafeln auf dem Museumplein die Besucher über diese nachhaltigen Entwicklungen. Smit: „Wir entscheiden uns bewusst für Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und Kritikern. Deshalb haben wir im Vorfeld des Tulpentages ein unabhängiges, zertifiziertes Forschungsinstitut Proben der Tulpen auf dem Museumplein nehmen lassen, um die Nachhaltigkeitsfortschritte im Schnitttulpenanbau sichtbar zu machen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Rückstände auf den Tulpen deutlich innerhalb der strengen Grenzwerte liegen.“
Export
Die wichtigsten Exportländer für niederländische Schnitttulpen sind Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Polen. Seit 2012 feiern die Niederlande den Tulpentag am dritten Samstag im Januar. Auch international wächst das Interesse. Immer mehr Länder entdecken, wie die Tulpe und die Anlage eines Pflückgartens Menschen in Städten verbinden – nicht nur als ikonisches Agrarprodukt, sondern auch als starkes Werbemittel und wirtschaftlicher Motor. Die Beliebtheit des Tulpentages wächst daher auch über die Landesgrenzen hinaus. In Belgien (17. Januar, Antwerpen), Deutschland (14. März, Berlin) und den Vereinigten Staaten (14. März, Washington und 21. März, San Francisco) werden in diesem Jahr ebenfalls Pflückgärten voller farbenfroher Tulpen angelegt.

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