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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
AMI: Pilze auf der Überholspur
Schnell wachsende Produktgruppen im frischem Obst- und Gemüsesortiment stehen immer wieder im Fokus des Deutschen Obst und Gemüse Kongresses (DOGK). Die nächste Veranstaltung in dieser erfolgreichen Reihe findet am 21./22. September 2017 in Düsseldorf statt. Neben Beerenobst oder Convenience Salaten sind frische Pilze auf dem deutschen Markt ein Segment mit überdurchschnittlichem Wachstum. Von 2006 bis 2015 haben die Einkaufsmengen frischer Pilze immerhin jährlich um knapp 4% zugelegt. Für 2016 zeichnet sich ein weiteres Wachstum in der Größenordnung von 5% ab. Bei Verarbeitungsware – hier dominieren die Konserven – sieht es dagegen anders aus. Der Verbraucher ersetzt immer mehr Pilzkonserven durch frische Pilze.
Deshalb werden die Veranstalter des DOGK den Markt für frische Pilze in einem Vortragsblock einmal genauer betrachten. Champignons sind die mit Abstand wichtigste Pilzart auf dem deutschen Markt. Auch die Einkaufsmengen frischer Champignons sind kräftig gestiegen. Dafür waren vor allem die braunen Champignons verantwortlich, die 2016 voraussichtlich schon ein Drittel der Einkaufsmenge ausmachen werden. Die Ausgaben stiegen geringfügig langsamer, Pilze sind eines der wenigen Produkte in der Obst- und Gemüseabteilung mit leicht sinkenden Verbraucherpreisen.
Deutlich rückläufig sind dagegen die Einkaufsmengen bei frischen Pfifferlingen. Da diese ausschließlich importiert werden, zeigen auch die Einfuhren einen rückläufigen Trend. Pfifferlinge stammen fast ausschließlich aus Wildsammlungen aus Osteuropa, sie lassen sich bislang noch nicht kultivieren.
Auch die Erzeugung in Deutschland zeigt steil nach oben. Die Produktion des dominierenden Champignons ist im vergangenen Jahrzehnt jährlich um gut 1.000 t oder knapp 2% gestiegen, wenn man die Daten des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer e.V. (BDC) zugrunde legt. Für 2016 zeichnet sich weiteres Wachstum ab. Der BDC rechnet mit einer deutschen Rekordernte bei Champignons. Die zu erwartende Gesamtproduktion dürfte erstmals die 70.000 t Grenze erreichen.
In den letzten Jahren spielte der Trend zur Regionalisierung bei Investitionsentscheidungen eine zunehmende Rolle. So haben Unternehmen aus nördlichen und westlichen Landesteilen nun auch in Produktionsstätten für Champignons in Süddeutschland investiert. Auch die Bio-Produktion ist bei Pilzen stärker vertreten als im übrigen Gemüsesortiment. Beide Themenkomplexe werden auch in diesem Jahr auf dem DOGK diskutiert werden. Diesen Termin sollten Sie sich vormerken!

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