Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

AMI: Kann Europa die Apfelexporte weiter ausdehnen?

Der globale Apfelmarkt befindet sich im Umbruch. Die Verbraucher in Europa konsumieren von Jahr zu Jahr weniger Äpfel. Preisimpulse – wie in 2014/15 – stellen keine Lösung dar, und führen in der gesamten Vermarktungskette zu Umsatzverlusten.

Der globale Apfelmarkt befindet sich im Umbruch. Die Verbraucher in Europa konsumieren von Jahr zu Jahr weniger Äpfel. Preisimpulse – wie in 2014/15 – stellen keine Lösung dar, und führen in der gesamten Vermarktungskette zu Umsatzverlusten. Darüber hinaus drückt das erst kürzlich für EU-Obst verlängerte russische Embargo auf die Stimmung.

Verständlich, dass in den vergangenen Monaten ein Run auf die Märkte in Afrika, Asien und Süd-/Mittelamerika einsetzte. Begünstigt durch einen günstigen Euro-Wechselkurs exportierte die EU im Zeitraum August 2014 bis April 2015 rund 1,45 Mio. t Äpfel, fast 200.000 t mehr als im vergleichbaren Zeitraum der vorherigen Saison. Allein für die Märkte in Nordafrika ergibt sich ein Plus von über 100.000 t Äpfel. Osteuropa ist im Portfolio der Exportmärkte weiterhin stark vertreten, hier kompensierte Weißrussland große Anteile der direkten Lieferungen nach Russland.

Die Südhalbkugel erreicht 2015 den Tiefpunkt ihrer Exporte nach Europa. Bis Ende Juli erreichen die Zufuhrprogramme lediglich die Größenordnung von 340.000 t. Innerhalb von nur 2 Jahren ergibt sich ein Defizit von 200.000 t, das durch expandierende Inlandsmärkte in der südlichen Hemisphäre oder Asien kompensiert werden muss.

Die veränderten globalen Warenströme werden in einem Vortrag von dem AMI Obstexperten Helwig Schwartau, Bereichsleiter Gartenbau (Büro Hamburg) analysiert. Im Anschluss daran findet eine Podiumsdiskussion mit Christiane Bell (BayWa AG), Gerhard Dichgans (VOG, Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften), Filip Lowette (Belgische Fruitveiling) und Stephan Weist (Rewe Markt GmbH) statt. Dann geht es um die Frage, ob Europa die Apfelexporte weiter ausdehnen kann, und wie positioniert sich der Lebensmitteleinzelhandel?

Zum Deutschen Obst & Gemüse Kongress 2015:
Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress wird am 17./18. September in Düsseldorf von der AMI, dem Fruchthandel Magazin und GS1 Germany veranstaltet. Themenschwerpunkte sind neben den internationalen Handelsströmen der Erfolg eines richtigen Category Managements und die Emotionalität am Point of Sale. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.fruchthandel.de/dogk/. (Quelle: AMI)

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