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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Altes Land: Halbzeit bei der Apfelernte
Herbstzeit ist Erntezeit – beim Obst. Niedersachsens Obstbauern im Alten Land ernten aktuell bei bestem Wetter vor allem Äpfel und ziehen eine erste Halbzeitbilanz: „Wir haben dieses Jahr eine super Qualität der Früchte und sehen auch mengenmäßig einer sehr guten Ernte in Norddeutschland entgegen“, sagt Claus Schliecker, Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst. Das sei für die Apfelbauern im Alten Land insofern vorteilhaft, weil sowohl in Deutschlands weiteren Apfelanbaugebieten als auch in Europa ein geringerer Ertrag erwartet werde, erklärt der Apfelbauer aus dem Alten Land.
Nur der aktuelle Absatz schwächelt, da in Niedersachsens Privatgärten aufgrund der guten Wetterbedingungen dementsprechend auch mehr Äpfel als üblich am Baum hängen. „Das ist ein großer Faktor. Wir hoffen nun auf ein schnelles Aufessen, damit der Konsum zügig wieder anspringt, denn auch wir Apfelbauern kommen aufgrund der Menge und des geringen Abflusses an Ware an unsere Kapazität bezüglich Lagerung und Kistenvorrat“, berichtet Schliecker. Dieses Jahr komme eine Top-Qualität ins Lager, sodass die anstehende Nachfrage in den kommenden Monaten für frische Äpfel bestens erfüllt werden kann.
Schliecker schätzt, dass die gesamte Erntemenge im Alten Land von 320.000 Tonnen getoppt werde. „Bei dem aktuell schönen, warmen Wetter wachsen die Äpfel gut, sodass sie eine gute Fruchtgröße erreichen und dementsprechend den Ertrag steigern“, ist der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau zuversichtlich, dass die Menge gut vermarktet werden wird. So warten neben den bekannten und beliebten Apfelsorten Elstar, Wellant, Red Jonaprince, Braeburn auch neue Sorten, wie Aldiamo oder Pompur, auf private Abnehmer und Handelspartner. „Wir versuchen immer was Neues und uns abzusetzen. Aktuelles Beispiel dafür ist der erste Anti-Allergen-Apfel Pompur. Das zeigt, wie innovativ wir Apfelbauern sind, um Leute, die keine frischen Äpfel essen können, wieder zum Apfel zu bringen. Wir gestalten aktiv unsere Zukunft und versuchen trotz widriger Rahmenbedingungen, die oftmals ernüchternd sind, das Beste draus zu machen – Obstbau hat Zukunft“, ist Schliecker sich sicher. (LPD)

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