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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz: Bedenken nicht ausgeräumt
„Unsere Bedenken zum ersten Entwurf im August 2022 konnten nicht ausgeräumt werden“ erklärt ZVG-Vizepräsidentin Eva Kähler-Theuerkauf. Man warne weiterhin davor, sich in der genauen Ausgestaltung von Maßnahmen nur auf autochthone Pflanzen zu begrenzen, wie bereits im Masterplan Stadtnatur 2019 geschehen. „Wichtig bei der Auswahl ist die Standorteignung und Zukunftsfähigkeit der Pflanzen. Hier ist die Verwendung einer möglichst breiten ökologischen Vielfalt wichtig“, erläutert Kähler-Theuerkauf.
Im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz wird außerdem der Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor zunehmender Flächenneuinanspruchnahme thematisiert. Nicht vermeidbare Eingriffe sollen angemessen im Sinne des Klimaschutzes kompensiert werden. Der ZVG unterstützt das Ziel einer geringeren Flächeninanspruchnahme. Es fehlt im Aktionsprogramm allerdings eine stärkere Entkopplung des Ausgleichs vom Ort des Eingriffes, um unter anderem den urbanen Raum stärker einzubeziehen.
„Wir begrüßen dagegen die neu aufgenommene Berücksichtigung und Förderung von innovativen Dachbegrünungssystemen mit Beiträgen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität“, so die ZVG-Vizepräsidentin. Die Einengung auf die Förderung von naturnah begrünten Dächern in Kombination mit Photovoltaik (PV) sehe man aber kritisch.
Darüber hinaus bekräftigt der Verband noch einmal die Bemühungen der Branche, den Torfeinsatz soweit und so schnell wie möglich zu reduzieren. Dafür müssen Ersatzstoffe in ausreichender Menge und Qualität und zu vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen. Der in der Torfminderungsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums angedachte Zeithorizont wird daher als zu eng eingeschätzt. (ZVG)
Hintergrund
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) ist das Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses aus dem letzten Herbst, bei dem auch der ZVG über eine Online-Dialogplattform des Bundeslandwirtschaftsministeriums teilgenommen hat. Mit dem Aktionsprogramm sollen die Klimaschutz- und Biodiversitätsziele der Bundesregierung unterstützt werden. Das Programm enthält insgesamt 69 Maßnahmen in zehn Handlungsfeldern. Für die Finanzierung stehen bis 2026 insgesamt 4 Mrd. Euro zur Verfügung.

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