Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Agrobusiness Niederrhein: Unternehmerfrühstück bei Euro Tree

Der Deutsch-Niederländische Austausch, die Besichtigung der Baumschule Euro Tree im niederländischen Melderso und das Thema Nutzung biogener Reststoffe stand auf der Tagesordnung der Veranstaltung zu der The GreenConnection zusammen mit Agrobusiness Niederrhein, der Gemeinde Venray und Greenport Gelderland im Rahmen des INTERREG-Projekts „Agro Cross Borders“ eingeladen hatten.

v.l. Ton Voncken, Bio Treat Center Venlo, Marcel Claus, Gemeinde Venray, Dr. Anke Schirocki, Agrobusiness Niederrhein, Eef van Os, Euro Tree, Radboud Vorage, Greenport Gelderland, Jan van Hees, Gemeinde Venray, Leo van de Laak, Green Connection. Bild: Aggrobusiness Niederrhein e.V.

Mehr als 35 Teilnehmer wurden von Eef van Os und Wilbert Christianes durch den Baumschulbetrieb Euro Tree geführt. Der Betrieb besteht seit 15 Jahren an dem aktuellen Standort. Der Name Euro Tree entstand kurz nach der Einführung des Euro und sollte so ein Zeichen für Internationalität setzen. International sind die Kunden von Euro Tree, denn ca. 30% der Ware geht in die östlichen Länder wie Urkraine, Polen oder Russland. „Das ist vorwiegend winterharte Ware mit offenem Wurzelballen“, sagt van Os, „wir haben aber auch viele Kunden, z.B. Gartencenter, in der Region“, fügt er hinzu. Die Nachfrage dieser Kunden nach Baumschulpflanzen in Töpfen hat mit den Jahren stark zugenommen. Wie breit das Angebot an Topfware ist, sieht man in dem ganz neu errichteten Gewächshaus, in dem ein breites Sortiment an Pflanzen in Töpfen aufgestellt ist. „Das Gewächshaus haben wir auch für unsere Kunden erstellt. Hier können Sie unser Sortiment, das sonst auf den Freilandflächen steht, begutachten und auswählen und wir können schnell reagieren, denn wir müssen die Pflanzen bei einer Bestellung nicht von den Außenflächen holen“, sagt van Os.

Die Teilnehmer der Veranstaltung waren vor allem Unternehmer aus Gartenbaubetrieben. Ton Voncken, vom Bio Treat Center aus Venlo, machte in seinem Vortrag deutlich, dass es der Gartenbau und die Landwirtschaft sind, die biogene Produkte herstellen. „Alles was wir essen, ist irgendwo einmal gewachsen, aber nicht alles was irgendwo wächst wird auch gegessen“, sagt er. Diese biogenen Produkte spielen die ausschlaggebende Rolle, wenn es darum geht, fossile Stoffe durch nachwachsende biobasiert Stoffe zu ersetzen. Viele Unternehmen z.B. aus der Kosmetikbranche, oder Kunststoffindustrie sind auf der Suche nach Ersatzprodukten, stecken dabei aber noch häufig im ersten Schritt der Entwicklungsphase. Heute sind Produkte, die auf biogenen Stoffen als Ersatz für fossile Stoffe dienen häufig noch wesentlich teurer. Die Forschung und Entwicklung erscheint daher sinnvoll, aber die Chance daraus wirklich ein Geschäftsmodel zu entwickeln, dass die Entwicklungskosten rechtfertig, erscheint heute oft noch in weiter Ferne. Das zweite Problem ist, dass häufig die Menge der zur Verfügung stehenden biogenen Stoffen nicht groß genug ist. Das Bio Treat Center unterstützt Unternehmen auf dem Weg dieser Entwicklung und möchte Produzenten biogener Stoffe und die Unternehmen, die daraus nachhaltige Produkte entwickeln zusammenbringen.

Die Organisatoren von Agrobusiness Niederrhein, The GreenConnection, der Gemeinde Venray und Greenport Gelderland sind sich einig, dass der grenzüberschreitende Austausch weitergehen soll. „Wir reden immer noch zu wenig miteinander, dabei bringt die Zusammenarbeit ganz neue Chance für die Unternehmen“, dessen ist sich Marcel Claus, von der Gemeinde Venray, sicher. „Deshalb setzen wir diese Arbeit in dem neuen INTERREG-Projekt „Wachstum und Entfaltung zur grenzüberschreitenden Agrople“ fort,“ sagt Dr. Schirocki. Alle sind sich einig, dass durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit innovative, nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen werden. (Agrobusiness Niederrhein e.V.)

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