- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Agrarfinanztagung: Landwirtschaft bleibt...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Agrarfinanztagung: Landwirtschaft bleibt Zukunftsbranche
„Die Landwirtschaft bleibt eine Zukunftsbranche – in Deutschland, Europa und weltweit. Allerdings zeigen die aktuelle wirtschaftliche Stimmung und das Investitionsklima in der deutschen Landwirtschaft, dass die politischen Rahmenbedingungen für Weiterentwicklung und Innovation verbesserungsbedürftig sind“, konstatierte der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, bei der Eröffnung der diesjährigen Agrarfinanztagung des Deutschen Bauernverbandes und der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die am 22. April 2015 in Berlin stattfand. Die Landwirtschaft sei eine starke Wirtschaftskraft im ländlichen Raum, die rund 4 Millionen Arbeitsplätze auch in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen sichere. Mit einer gedämpften, aber weiterhin insgesamt hohen Investitionsbereitschaft bleibe die Landwirtschaft für ihre Bankenpartner interessant, so Schwarz vor den rund 200 Teilnehmern der Agrarfinanztagung, vornehmlich aus dem Bankenbereich.
Schwarz verwies darauf, dass die anstehende Novellierung der Dünge-Verordnung, die Einführung des Mindestlohnes und die Bürokratie der aktuellen Agrarreform derzeit zur Verunsicherung der Landwirte und einer Investitionszurückhaltung beitragen. In der aktuellen Debatte um die Zukunft der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in Deutschland verlangte Schwarz mehr Sachlichkeit. Die bisherigen großen Erfolge der Landwirte in Sachen Nachhaltigkeit, Effizienz und Tierschutz müssten anerkannt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden in den kommenden Jahren weitere Verbesserungen möglich machen. „Landwirtschaftliche Nutztierhaltung ist das Produkt praxisreifer wissenschaftlicher Erkenntnisse“, betonte Schwarz.
Von Seiten der Landwirtschaft und der Banken wurde auf der Agrarfinanztagung die Ankündigung des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken begrüßt, ab dem 4. Quartal 2015 ein einfaches, bürokratiearmes und kostengünstiges Bürgschaftsprogramm für die Landwirtschaft einzuführen und über die Bürgschaftsbanken der Länder anzubieten. Dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken ist es in Zusammenarbeit mit der Rentenbank und auf Initiative und mit Unterstützung des Deutschen Bauernverbandes gelungen, ein beim Europäischen Investitionsfonds angesiedeltes allgemeines Bürgschaftsprogramm für die Landwirtschaft zu erschließen. Danach werden betriebliche Investitionen einschließlich Existenzgründungen, Betriebsübernahmen und Übernahmen von Geschäftsanteilen in juristischen Personen finanziert. Die Bürgschaftsquote liegt bei 60%. Nähere Informationen zu diesem für die deutsche Landwirtschaft neuen Finanzierungsinstrument sowie zu den anderen Beiträgen der Agrarfinanztagung 2015 des Deutschen Bauernverbandes und der Landwirtschaftlichen Rentenbank sind in Kürze unter www.bauernverband.de/agrarfinanztagung-2015 zu finden. (DBV)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.