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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Agrar-Photovoltaik-Testprojekt: Äpfel unter Strom
Seit Frühjahr 2022 wird gemeinsam große Testfläche bewirtschaftet. Die ersten Ergebnisse zeigen: Das neue Agri-PV-Konzept funktioniert – durch das spezielle Mikroklima unter der PV-Anlage wird die Wachstumsaktivität der Bäume gefördert und die Vegetationsentwicklung beschleunigt. In diesem Jahr wird der Einfluss der PV-Anlage auf das Verhalten von Nützlingen und Schädlingen sowie auf die Blütenknospenbildung, die Fruchtgröße und den Hagelschutz untersucht.
Agrar-Photovoltaik steht für eine ressourceneffiziente Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen und bietet die Möglichkeit, große PV-Flächen im Freiland umzusetzen und gleichzeitig Böden für die Nahrungsmittelproduktion zu erhalten. Aber wie wirkt sich die Beschattung durch die PV-Anlagen auf den Ertrag und die Qualität aus? Um diese Frage zu klären, haben RWA Solar Solution und Frutura vor einem Jahr ein Agri-PV-Projekt gestartet, das von der BOKU und Francisco Josephinum Wieselburg wissenschaftlich begleitet wird.
Das Versuchs-Setup auf der gleichen Bodenparzelle mit gleicher Reihenausrichtung und aliquotem Sortenanteil lautet wie folgt:
• Bepflanzung der PV-Testfläche (ca. 900 m², 300 Bäume, Pflanzverband 3 x 1 m) Apfelsorten: Gala Magma, Sommernachtstraum, Tröpfchenberegnung
• Kombiniert wird die Testfläche mit einer Photovoltaik Freiflächenanlage mit einer Nennleistung von 4,1 Megawatt Peak (MWp) über insgesamt 10.044 Solarpaneele
• Errichtung einer Referenzfläche (ca. 640m², 200 Bäume, Pflanzverband 3,2 x 1 m) Apfelsorten: Gala Magma, Sommernachtstraum, Tröpfchenberegnung, Hagelnetz
Die Ergebnisse aus dem ersten Jahr zeigen die Zukunftstauglichkeit des Projekts: Die PV-Anlage und die zusätzliche Beschattung haben keinerlei störenden Einfluss auf das Anwachsen der Bäume. Im Gegenteil – die Wachstumsaktivität wird sogar gefördert. Klar ist aber auch, dass durch die Abschirmung des Regenwassers zusätzlich mit einer Tröpfchenbewässerung kontinuierlich gegossen werden muss. Für die nächsten Jahre steht die Prüfung der Parameter Ertragshöhe, Ertragsstabilität und Fruchtqualität am Programm. Spannend wird dabei vor allem die Auswirkung der reduzierten Sonneneinstrahlung auf die Farbbildung der Früchte und die Knospenbildung für das Folgejahr. Klemens Neubauer, Geschäftsführer bei RWA Solar Solutions GmbH: „Agrar-Photovoltaik schafft Synergien zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und der Erzeugung von Energie. Das Konzept bietet speziell in Österreich, wo die landwirtschaftlichen Flächen begrenzt sind, einen wirklichen Mehrwehrt und absolutes Zukunftspotential.“
Friedrich Häupl, Strategische Leitung Einkauf bei Frutura: „Die Agrar-Photovoltaik-Anlage in Pöchlarn zeigt bereits im ersten Jahr vielversprechende und schützende Effekte, die sich sowohl auf die Pflanzen als auch auf die Fruchtqualität positiv auswirken. Wir forschen jetzt gemeinsam mit RWA Solar Solutions weiter, um diese fortschrittliche Technologie optimal nutzen zu können."

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