Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Aeternitas: Fester Ort der Trauer einer großen Mehrheit nicht wichtig

Ein bestimmter Trauerort und insbesondere das Grab auf einem Friedhof haben für viele Menschen offenbar an Bedeutung verloren.

Sachsen und Sachsen-Anhalt sind die letzten Bundesländer, die eine ausnahmslose Sargpflicht bei der Bestattung vorschreiben. Bild: GABOT.

Lockerungen der Sargpflicht bei Bestattungen werden zudem überwiegend positiv eingeordnet. Beides ergibt sich aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur.

Die Frage, ob sie für ihre Trauer um Verstorbene und das Gedenken an diese einen bestimmten Ort bräuchten, beantworten 64% der Befragten mit nein. 21% benötigen einen solchen festen Ort, der aber nicht auf dem Friedhof sein muss. Nur 11% geben an, dass sie dazu ein Grab auf dem Friedhof bräuchten. Der Aeternitas-Vorsitzende Christoph Keldenich weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass vielen Menschen unter Umständen nicht mehr bewusst ist, wie hilfreich ein Grab auf dem Friedhof für die Trauer sein kann. „Das mag auch daran liegen, dass ihnen die häufig guten Angebote der Friedhöfe nicht bekannt sind", ergänzt er. Darüber hinaus zeigt sich hier allerdings zudem der tiefgreifende Wandel der Bestattungskultur, der einhergeht mit der Auflösung traditioneller Rituale und Familienstrukturen.

Gefragt wurde des Weiteren nach der Einstellung zur Sargpflicht. 76% sind für Ausnahmen, 14% geben an, dass die Verwendung eines Sarges bei der Bestattung immer vorgeschrieben sein sollte – der Rest machte keine Angaben. Bei der Frage, aus welchen Gründen es Ausnahmen geben sollte (Mehrfachnennungen waren hier möglich) war die Zustimmung beim ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen selbst mit 63% am größten. Bei religiösen bzw. weltanschaulichen Gründen waren es 47% und beim ausdrücklichen Wunsch der Angehörigen 35%.

Derzeit sind Sachsen und Sachsen-Anhalt die letzten Bundesländer, die eine ausnahmslose Sargpflicht bei der Bestattung vorschreiben. Alle anderen Bundesländer sehen Ausnahmen insbesondere aus religiösen Gründen vor, manche haben die Sargpflicht ganz abgeschafft: Ob auf dem Friedhof vor Ort tatsächlich eine sarglose Bestattung möglich ist, hängt allerdings von den jeweiligen Friedhofssatzungen ab – in der Praxis ist dies eher selten vorgesehen. In allen Bundesländern weiterhin vorgeschrieben ist ein Sarg beim Transport Verstorbener. Auch verlangen Krematorien aus technischen Gründen die Verwendung eines Sarges.

Für die vorliegende Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Sommer 2025 im Auftrag von Aeternitas im Rahmen einer repräsentativen Zufallsauswahl 1.002 Menschen ab 18 Jahren befragt. Sämtliche Ergebnisse der aktuellen Befragung finden sich, auch grafisch aufbereitet, auf der Website von Aeternitas.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.