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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
AbL: Positionspapier zum Photovoltaik-Ausbau
Bleibt das im EEG 2023 festgeschriebene PV-Ausbauziel von 215 GW bis 2030 erhalten, muss sich der Ausbau zeitnah stark beschleunigen. Wie das landwirtschafts- und umweltgerecht aussehen kann, beschreibt die AbL im genannten Positionspapier.
Reiko Wöllert, stellvertretender AbL-Bundesvorsitzender und Bauer in Thüringen, sagt: „Die größte Gefahr des aktuellen Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen in der Freifläche besteht nicht im Verlust von landwirtschaftlichen Flächen – für einen großen Verlust von Flächen sorgen weiterhin der Ausbau von Straßen, Autobahnen, Wohn- und Gewerbegebieten. Die Gefahr des PV-Ausbaus besteht im weiteren Anstieg von Pacht- und Kaufpreisen auf landwirtschaftlichen Flächen. Der Anreiz, in landwirtschaftliche Fläche zu investieren, steigt mit dem Photovoltaik-Ausbau weiter an. Es ist bereits jetzt vielen Landwirt:innen nicht mehr möglich, dem Konkurrenzdruck kapitalstarker Akteur:innen auf dem Bodenmarkt standzuhalten.“
Einen Grund für die Problematik sieht die AbL in § 2 des EEG, in welchem die Errichtung von PV-Anlagen als im überragenden öffentlichen Interesse und der Ausbau der erneuerbaren Energien als vorrangiger Belang vor anderen Interessen definiert wird.
Sabrina Gerdes, Geschäftsführerin der AbL Mitteldeutschland, dazu: „Die Notwendigkeit des Ausbaus von PV-Anlagen für die dringend notwendige Energiewende steht außer Frage. Doch negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft müssen vermieden werden. Dafür gibt es unterschiedlichste Steuerungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Integrierte PV-Anlagen, wie Agri-PV oder bauwerksintegrierte PV, noch stärker gefördert werden und landwirtschaftliche Belange bereits auf der Raumordnungs- sowie später auf kommunaler Ebene in den Planungsprozessen berücksichtigt werden.“
Die AbL fordert entsprechende Entscheidungsträger:innen dazu auf, ihre Handlungsspielräume und die im Papier „Landwirtschaft & Energiewende - Für einen landwirtschafts- und umweltverträglichen Photovoltaik-Ausbau“ vorgeschlagenen Maßnahmen konsequent zu nutzen.

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