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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
AbL: Kommentiert Positionierung des EU-Rats zur Gentchnik
Claudia Gerster, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. und Bäuerin in Sachsen-Anhalt kommentiert: „Nach massivem Druck seitens der Gentechnik-Industrie und der polnischen Ratspräsidentschaft hat der EU-Rat nun zugestimmt, über den aus bäuerlicher Perspektive schlechten Gesetzes-Vorschlag zu neuen Gentechniken weiter zu verhandeln. Dieser sieht eine komplette Deregulierung fast aller neuen Gentechnik-Pflanzen vor. Die Verordnungs-Vorschlag dient allein der Gentechnik-Industrie, die nun einen fragwürdigen Etappensieg feiert. Ob dieser äußerst einseitige Vorschlag durchkommt, ist längts noch nicht ausgemacht. Das hängt auch von uns Bäuerinnen und allen Akteuren in der Le-bensmittelerzeugungskette sowie einer kritischen Zivilgesellschaft ab. Für den Fall der Fälle halten wir uns rechtliche Schritte vor.“
Gerster weiter: „In den nun anstehenden Trilog-Verhandlungen von EU-Rat, Europaparlament und EU-Kommission muss der Gesetzes-Vorschlag deutlich nachgebessert werden – damit das EU-Vorsorgeprinzip, unsere Wahlfreiheit und unsere gentechnikfreien Märkte und Wettbewerbsvorteile gesichert werden – konventionell und ökologisch. Wir werden als bäuerliche Interessensvertretung weiterkämpfen, für wirksame, europaweite Koexistenz- und Haftungsregelungen, die eine gentechnik-freie ökologische und konventionelle Lebensmittelerzeugung sichern. Dies will nach wie vor ein Großteil der Verbraucher:innen konsumieren. Wir fordern verpflichtende Risikoprüfung aller neuen Gentechnik-Pflanzen, da nur sichere Produkte in unsere Lebensmittel und Umwelt gelangen dürfen. Es braucht Verbotsmöglichkeiten, im Falle von Schäden für Gesundheit oder Umwelt, aber auch aus sozio-ökonomischen Gründen, um funktionierende Märkte und Naturschutzflächen vor Gentechnik-Verunreinigungen zu sichern. Es braucht Transparenz und Wahlfreiheit für alle Akteure, wir wollen auch weiter entscheiden, was wir essen und wie wir wirtschaften. Wir fordern wirksame und rechtssichere Verbotsregelungen für Patente auf Pflanzen und Tiere, um eine zukunftsfähige breit aufgestellte Züchterlandschaft in Europa zu sichern. Nur so können wir uns auch in Zukunft souverän ernähren – aktuell wichtiger denn je. Weder die alte noch die neue Gentechnik lösen unsere Klima- und Biodiversitätskrisen. Dazu brauchen wir Vielfalt - Vielfalt an Kulturen und im Saatgut sowie widerstandsfähige Anbausysteme. Kommt es in den weiteren Verhandlungen zu keinen grundlegenden Verbesserungen, muss der Verordnungs-Vorschlag nach Auffassung der AbL am Ende vom Europaparlament und EU-Rat abgewiesen werden.“

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