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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
2012: Hochsaison für die Schwarzbeinigkeit bei Pflanzkartoffeln
Die bakteriellen Krankheiten Schwarzbeinigkeit, Stängel- und Knollennassfäule bei Kartoffeln sind seit einigen Jahren die Hauptursache für die Deklassierung oder den Ausschluss von Pflanzkartoffel-Parzellen (zertifizierte Produktionskette). Diese Infektionen werden durch einen Bakterienkomplex verursacht, der früher der Gattung Erwinia zugeordnet wurde und der folgende Bakterien umfasst: Dickeya sp (Ds), Pectobacterium atrosepticum (Pa) und Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum (Pc). Für die Diagnose ist das Labor für Bakteriologie von Agroscope in Changins zuständig.
In den Jahren 2007 und 2010 verursachten diese Krankheiten grosse Ausfälle in der Branche: von rund 1.500 ha, die für die Zertifizierung angemeldet waren, wurden durchschnittlich 40 bis 50 ha pro Jahr abgelehnt. Die Krankheiten werden zurzeit mit vorbeugenden Maßnahmen bekämpft. Agroscope entwickelt jedoch zusammen mit Partnerinstitutionen Forschungsprojekte, um die Situation der Produzenten von Pflanzkartoffeln gegenüber diesen Krankheitserregern zu verbessern.
Nach der Parzellenbesichtigung im Jahr 2012 mussten 45 ha aufgrund von Schwarzbeinigkeit ausgeschlossen werden. Die Wetterbedingungen und die ungünstigen Bodenstrukturen haben wesentlich dazu beigetragen. Sie hatten zur Folge, dass die Anzahl der deklassierten Parzellen gegenüber 2011 anstieg und die Qualität der neuen Kartoffelgeneration möglicherweise beeinträchtigt wurde. Nur 50% des Kartoffelkontingents konnte unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Nach einer langen Regenperiode, welche die Anpflanzung verunmöglichte, musste die andere Hälfte in kalte und teils schlecht durchlüftete Böden gepflanzt werden. Diese für die Entwicklung der Kartoffeln negativen Bedingungen begünstigten wiederum Pilzgemeinschaften wie Colletotrichum, Botrytis, Sclerotinia, Fusarium, aber auch Rhizoctonia, welche von der Schwächung der Pflanzen profitierten. Diese erste Invasion ermöglichte es anderen Krankheitserregern, insbesondere Bakterien, sich ebenfalls einzunisten und die Pflanzen zusätzlich zu schwächen.
Bei rund 150 repräsentativen Pflanzen von zertifizierten Parzellen, die Symptome von Schwarzbeinigkeit aufwiesen, konnten die Labors für Bakteriologie und Mykologie von Agroscope in Changins in 42% der Fälle Pilze und in 54% der Fälle Bakterien (Ds, Pa und Pc) feststellen. Die Hälfte der Pflanzen, die von der Schwarzbeinigkeit befallenen sind, ist auch mit Pilzen infiziert. Die Pilze erleichtern den Bakterien, die Schwarzbeinigkeit verursachen, das Einnisten. In diesem Jahr wurde diese Wirkung der Pilze durch die ungewöhnlichen Symptome verstärkt, welche auf dem Feld beobachtet wurden, insbesondere Fälle von diskontinuierlich und absteigend faulenden Stängeln.
Das Jahr 2012 war vor allem bezüglich seiner ungünstigen bodenklimatischen Bedingungen untypisch. Dies wirkte sich auf die Bakterienflora des Bodens aus und besonders auf die Verteilung der Schwarzbeinigkeit verursachenden Bakterien. So wurde zum Beispiel Ds in 62% der Fälle nachgewiesen, die im Labor von Agroscope in Changins analysiert wurden. Pc in 2% und Pa in 35% der Fälle. Das letztere Verhältnis ist in der Schweiz ungewöhnlich, da die Pa-Bakterien normalerweise eher im Norden Europas auftreten (Bretagne, Niederlande, usw.). Agroscope verfolgt diese Veränderungen aufmerksam, vor allem im Zusammenhang mit dem Klimawandel. (ACW)

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