Im Interview: Werner Paizdzior

Im Gespräch mit Werner Paizdzior, Florist- und Gärtnermeister sowie Geschäftsführender Gesellschafter des Grünberger Bildungszentrum Floristik GmbH (GBF) auf der Hallenschau 15 der BUGA Mannheim 2023.

Werner Paizdzior. Bild: DBG.

Herr Paizdzior, Sie haben in die Gestaltung der Hallenschau „Wohin geht Deine Reise?“ auch angehende Florist*innen aus Südkorea mit einbezogen. Wie kam es dazu?

Als GBF arbeiten wir schon lange mit Asien zusammen. Mit Japan, Korea und mittlerweile auch China. In all diesen Ländern besteht starkes Interesse am mitteleuropäischen Floristikstil. Regelmäßig– so auch jetzt – haben wir Floristnachwuchs bei uns im Schulungszentrum. Die Südkoreaner*innen nehmen an einem mehrwöchigen Floristikkurs teil. Im Rahmen des Lehrgangs stellen sie sich auch verschiedenen Prüfungsaufgaben. Die Ergebnisse aus den Bereichen Bodydekoration, florale Gefäßfüllungen (Seriografie), Brautschmuck, florale Tischdekoration und das Binden von Sträußen sehen wir in der Hallenschau.

Was macht dieses Interesse am mitteleuropäischen Floristikstil aus?

Es geht den Teilnehmer*innen bei unseren Schulungen in erster Linie um die Gestaltung. Anders als beim Ikebana, der asiatischen Kunst des Blumenarrangierens, steht bei uns in Mitteleuropa die Blume mit ihrer eigentlichen Form im Vordergrund. Von ihrem natürlichen Wuchs lässt man sich beim Arrangieren von Blumenschmuck leiten. Welcher Techniken es hierfür bedarf, lernen die Schüler*innen aus Südkorea gerade bei uns im Institut. Unser Partner in Korea ist die Bang Sik-Floristmeisterschule.

Was bedeutet es Ihren Schüler*innen aus Südkorea, dass sie Teil der BUGA Mannheim 2023 sein können?

Sie freuen sich alle sehr über die Möglichkeit, an der Hallenschau mitwirken zu können, und haben mit großer Begeisterung die Skizzen für ihre Werkstücke entworfen und diese dann auch umgesetzt. Ich wiederum bin froh, dass wir unseren Schulungsteilnehmer*innen eine solche Gelegenheit bieten können, ihre Arbeiten und damit ihr Können sowohl den Wertungsrichtern als auch einem breiten Publikum zu zeigen. Dass schon am Eröffnungstag großes Besucherinteresse bestand, begeistert mich. Wiederkommen lohnt sich übrigens, denn in der zweiten Woche werden wir die Werkstücke austauschen, sodass Neues zu entdecken sein wird.

Und wie sehen Sie die Bedeutung der Hallenschauen allgemein?

Die Hallenschauen haben große Bedeutung für unser Handwerk, um dessen ganze Vielfalt zu zeigen. Ich bin dankbar für diese Möglichkeit und finde es zugleich toll, dass bei den Hallenschauen immer wieder andere Teams am Start sind. Ein Konzept, das auch für die Besucher*innen interessant ist, da sie sich dadurch immer wieder neue Impulse und Anregungen holen können.

Vielen Dank!

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