Wer Nachwuchs will, muss sich zeigen: Martens begeistert 2.000 Besucher

Während viele Baumschulen über die Herausforderungen der Zukunft sprechen, hat die Baumschule Martens aus Westerstede-Hoheliet sie einfach sichtbar gemacht: Mit einem "Tag der offenen Baumschule" lockte das Unternehmen am Sonntag, den 2. August, bei bestem Sommerwetter rund 2.000 Besucher auf das Betriebsgelände. Die Resonanz fiel durchweg positiv aus und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in einer offenen Kommunikation mit Verbrauchern, Nachbarn und potenziellen Nachwuchskräften steckt.

"Tag der offenen Baumschule" bei Martens in Westerstede-Hoheliet. Bild: Baumschule Martens.

Was als Angebot für die Öffentlichkeit gedacht war, entwickelte sich gleichzeitig zu einer wertvollen Plattform für Imagearbeit und Nachwuchsförderung. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es für die grüne Branche ist, Transparenz zu schaffen und die eigene Arbeit sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt standen ausführliche Betriebsführungen, bei denen die Besucher Antworten auf zahlreiche Fragen erhielten: Warum heißt es eigentlich Baumschule? Weshalb sind intelligente Bewässerungssysteme unverzichtbar? Welche Spezialmaschinen kommen heute im Gartenbau zum Einsatz? Und warum sollte man Birnen nicht mit Äpfeln vergleichen, wenn es um Pflanzenqualität geht?

Dabei gewährte das Unternehmen umfassende Einblicke in die Kultur von Baumschulpflanzen im Freiland und im Containerbereich. Die Gäste erlebten hautnah, wie stark die Produktion heute von moderner Technik und Digitalisierung geprägt ist.

Zu den Highlights gehörten Pflegetraktoren zur mechanischen Unkrautbekämpfung, die den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel reduzieren und den Boden besonders schonend bearbeiten. Große Aufmerksamkeit erhielten außerdem autonome Schneidemaschinen, deren Sensoren hochpräzise Schnittarbeiten ermöglichen und für gleichmäßige Ergebnisse sorgen. Ein weiterer Publikumsmagnet war der neue Ballenstecher am Bagger, mit dem verschiedene Ballengrößen effizient und kräfteschonend gestochen und verladen werden können. „Mit dieser Maschine wollen wir vor allem unsere wertvollen Mitarbeiter schonen“, erklärt Geschäftsführer Ocko Martens. „Das reihenübergreifende Stechen und Laden erfolgt in nur einem Arbeitsschritt.“ Darüber hinaus präsentierte die Baumschule GPS-gesteuerte Stechaggregate sowie Pflanzloch-Bohrgeräte, die gemeinsam mit autonom fahrenden Traktoren eingesetzt werden und die Effizienz der Pflanzarbeiten deutlich erhöhen.

Neben technischen Innovationen stand auch die nachhaltige Unternehmensphilosophie im Fokus. Die Mission der Baumschule Martens: Mit grüner Vielfalt einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten. „Wir möchten eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel gestalten. Das geht nur mit einem wachsenden ökologischen Bewusstsein und der Rückbesinnung auf die Natur und ihre Vielfältigkeit. Durch die Verwendung von natürlichen Materialien und das Recyceln von Kunststoff in unseren Produktionsabläufen steuern auch wir unseren Teil dazu bei“, so Ocko Martens.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie sowie Essens- und Getränkestände, unterstützt von ortsansässigen Vereinen, sorgten zusätzlich für eine besondere Atmosphäre. Vor allem aber entstanden viele persönliche Gespräche zwischen Besuchern, Mitarbeitern und Branchenkollegen.

Die Bilanz der Geschäftsleitung fällt entsprechend positiv aus: „Das zahlreiche positive Feedback sowohl von Kollegen als auch von weiteren Gästen, das große Interesse und die vielen tollen Gespräche haben uns gezeigt: Jeder Aufwand hat sich mehr als gelohnt.“

Für die Baumschule Martens reicht die Bedeutung der Veranstaltung weit über die eigene Unternehmensdarstellung hinaus. Zahlreiche Besucher konnten erleben, dass moderne Baumschulen heute nachhaltige, hochspezialisierte und technologisch innovative Produktionsbetriebe sind. Gleichzeitig wurden Qualitätsunterschiede bei Pflanzen verständlich vermittelt und die Bedeutung regional produzierter Gehölze greifbar gemacht.

Damit hat die Baumschule Martens nicht nur die Verbindung zu Anwohnern und Kunden gestärkt, sondern auch einen wichtigen Beitrag für das Ansehen des Berufsstandes geleistet. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind solche Einblicke ein wichtiger Baustein, um junge Menschen für den Beruf des Baumschulgärtners zu begeistern und die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten. 

Hinweis für Fachbesucher

Kunden und Fachbesucher sind im Rahmen der Oldenburger Vielfalt vom 17. bis 21. August herzlich eingeladen, die Baumschule Martens in Westerstede-Hoheliet zu besuchen.

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