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HDE: Bundesregierung entfernt sich weiter von angekündigter Strompreissenkung
Damit entferne sich die Bundesregierung weiter von ihrem im Koalitionsvertrag angekündigten Ziel, die Stromkosten für alle um mindestens fünf Cent je Kilowattstunde zu senken. Angesichts der absehbar deutlich steigenden Netzkosten sei eine stärkere und dauerhafte Entlastung der Stromkunden dringend erforderlich.
„Statt die Stromkunden angesichts stark steigender Netzkosten dauerhaft zu entlasten, wird der Zuschuss gekürzt. Das erhöht den Kostendruck auf den Handel und erschwert notwendige Investitionen“, so Antje Gerstein, HDE-Geschäftsführerin Nachhaltigkeit.
Nach Prognosen der Bundesnetzagentur könnten sich die Netzkosten bis 2045 von derzeit rund 37 auf 79 Mrd. Euro mehr als verdoppeln. Eine Studie von Frontier Economics im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) erwartet für Gewerbe und Handel einen Anstieg der Stromnetzentgelte um rund 63%. Der HDE fordert daher, die Kürzung zurückzunehmen und den Zuschuss auf mindestens 6,5 Mrd. Euro jährlich anzuheben. Zugleich müsse die Finanzierung der Netzkosten über 2029 hinaus dauerhaft über den Bundeshaushalt abgesichert werden.

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