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Giftpflanze des Jahres: Lamprocapnos spectabilis
Flammendes Herz, Herzblume oder Marienherz – das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) hat einige klangvolle Namen. Das romantische Flair der auffälligen Herzblüten täuscht, denn der giftige Frühjahrsblüher ist mit Vorsicht zu genießen. Mit fast 36% der Wählerstimmen setze er sich bei der Wahl zur Giftpflanze 2017 gegen seine Kontrahenten Stechpalme, Hanf, Kaffee und Dieffenbachie durch. Insgesamt stimmten 1.392 Personen bei der Wahl des Botanischen Sondergartens Wandsbek ab.
Pflegeleichte Gartenstaude
Das Tränende Herz aus der Pflanzenfamilie der Mohngewächse (Papaveraceae) stammt aus den lichten, feuchten Berglaubwäldern in Korea und China. Im 19. Jahrhundert kam es nach Europa und war durch seine ungewöhnliche Blütenform schnell beliebt. Die pflegeleichte Pflanze eignet sich für Beete im Garten sowie für Balkonkübel. An gleichmäßig feuchten und halbschattigen Plätzen fühlt sie sich wohl. Am besten kommt die 60 bis 90 Zentimeter hohe Staude in Gruppen von drei bis fünf Stück zur Geltung.
Eine Träne fällt aus dem Herz
Zur Blütezeit im Mai und Juni bilden sich bis zu 30 cm lange überhängende Triebe mit vielen herzförmigen Blüten in einem zarten Rosa. An ihrer unteren Spitze sind sie weiß, sodass es scheint, als würde eine Träne aus dem Herz fallen. Inzwischen gibt es auch Sorten mit andersfarbigen Blüten im Handel – beispielsweise „Alba“ in weiß oder „Valentine“ in kirschrot. Nach der Blüte zieht sich die Staude regelrecht zurück, der überirdische Teil stirbt ab und die Pflanze verschwindet bis zum nächsten Frühjahr in der Erde.
Giftige Schönheit
Die giftigen Alkaloide des Tränenden Herzens stecken vor allem in den Wurzeln, aber auch in Blättern, Blüten und Stängeln. Der austretende Pflanzensaft kann schon beim Anfassen eine Kontaktallergie hervorrufen. Daher sollten bei der Gartenarbeit unbedingt Handschuhe getragen werden. Das Verschlucken von Pflanzenteilen führt zu schweren Vergiftungen: Anfangs Schmerzen im Mund, später dann Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Durchfall bis hin zu Atemnot. Beim geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. (Quelle: Profil Online)

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