Wühlmausabschreckende Pflanzen ohne Wirkung

Wühlmäuse verursachen in Erstaufforstungen und Baumschulpflanzungen für den Waldbereich jährlich Schäden in Millionenhöhe.Ob es mit sogenannten wühlmausabschreckenden Pflanzen möglich ist, diese Schäden zu verringern, war Gegenstand von Untersuchungen der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen. Auf drei Standorten wurden Versuchsparzellen mit Arten der Gemeinen Schachblume (Fritillaria), zwei Wolfsmilcharten (Euphorbia) und der Gewöhnlichen Hundsziege (Cynoglossum) bestellt. Die Aktivität der Schermäuse wurde beobachtet, einige Tiere erhielten Sender, um ihre Aktivität und ihren Aktionsradius zu registrieren.

 

Die Versuche erbrachten nicht den gewünschten Erfolg. Keine der Pflanzen verringerte den Schermausschaden an Forstbäumen. Auch durch Steinklee (Melilotus officinalis) und "wühlmausabschreckende Euphorbia" aus dem Gartenhandel konnten die Wühlmausschäden nicht verringert oder gar verhindert werden. In den Versuchen stellte sich heraus, dass die Bodenbearbeitung von entscheidendem Einfluss ist. Auf umgebrochenen Flächen ist ein höherer Schaden wahrscheinlich als auf unbearbeiteten Flächen. Offensichtlich erhöht sich durch den gelockerten Boden der Aktionsradius der Tiere.

 

Renate Kessen, aid

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