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Bücherei des Deutschen Gartenbaues e.V. ist einzigartig
Am neuen Dienstsitz des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) in Berlin tagte am 2. März die Mitgliederversammlung des Vereins Bücherei des Deutschen Gartenbaues.ZVG-Umweltreferent Dr. Hans Joachim Brinkjans überbrachte die Grüße des ZVG und betonte, dass eine positive Entwicklung der Bücherei auch im Interesse des Zentralverbandes
liege. Die Bücherei des Deutschen Gartenbaues ist einzigartig im deutschen Sprachraum und stellt für ganz Europa eine bedeutende Sammlung von gartenbaulichen Informationen aller Bereiche dar. Die Anfänge der Bücherei liegen bei Peter Joseph Linné, unter dessen Mitwirkung 1822 der Verein zur Beförderung des Gartenbaues gegründet wurde (seit 1910 Deutsche Gartenbau-Gesellschaft). 1936 wurden die Bibliotheksbestände dieses Vereins auf Betreiben von Dr. Robert Zander, dem Leiter der Bücherei von 1936 bis 1969, mit denen des Reichsverbandes des deutschen Gartenbaues (darunter die Bestände des Deutschen Pomologen-Vereins von 1860) und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst zu der heutigen Bücherei des Deutschen Gartenbaues vereinigt. Ebenfalls 1936 gründete man den Verein Bücherei des Deutschen Gartenbaues, der 1952 wiederbegründet wurde. Seine Aufgabe ist die Zusammenfassung, Erhaltung und Verwaltung von gärtnerischem Schrifttum. 1965 wurde die Bücherei vom Verein der Universitätsbibliothek der TU für 90 Jahre zum Nießbrauch überlassen. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Michael Seiler, bedauert, dass die personelle Betreuung der Bücherei immer noch nicht zufriedenstellend ist. Aktuell wurden aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank von der Bücherei des Deutschen Gartenbaues zunächst sechs bedeutende pomologische Werke aus deren Beständen gescannt und für die Einstellung ins Internet vorbereitet. Es handelt sich um drei sehr bekannte, wegen ihres großen Umfangs aber kaum irgendwo vollständig verfügbare und kaum nachzudruckende Werke: Beschreibung von über tausend Obstsorten von Diel (1756–1839), Illustrirtes Handbuch für Obstkunde von Oberdieck (1794-1880), Lucas und Jahn sowie Pomologische Monatshefte, gegründet von Lucas und Oberdieck, 1855. Außerdem wurden drei kaum bekannte und in Deutschland extrem seltene Werke gescannt, die gleichwohl für die Pomologie von großer Bedeutung sind: Deutschlands Kernobstsorten (von Aehrenthal, 1777–1845), Album de Pomologie (Bivort, 1809-1872), Schweizerische Obstsorten vom Schweizerischen Landwirtschaftlichen Verein unter der fachlichen Leitung von Gustav Pfau-Schellenberg (1815 – 1881). Die Werke werden von der Bücherei des Deutschen Gartenbaues auch auf CD oder DVD angeboten. (ZVG)

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