Wasgau: Konzernumsatz gestiegen

Der WASGAU Konzern hat seine Bedeutung als Nahversorger in der Region weiter ausbauen können. Der Konzernumsatz ist um 0,75% gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Die konjunkturelle Entwicklung der globalen Wirtschaft hat sich in 2011 verlangsamt. Ursächlich sind hier die Belastungen für die Weltwirtschaft aus dem Tsunami in Japan, den steigenden Ölpreisen, die schwache Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft und die Staatsschuldenkrise in Europa anzuführen. 

Deutschland konnte die positive Wirtschaftsleistung aus dem Jahr 2010 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7% zu Beginn des Jahres fortführen. Trotz der Abschwächung im Jahresverlauf kann Deutschland für das Jahr 2011 auf ein kräftiges Wachstum des BIP von 3,0% verweisen. 

Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Diese legten gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,5% zu. Ein Anstieg wie zuletzt vor fünf Jahren. 

Die allgemeinen Verbraucherpreise erhöhten sich um 2,3%. Damit lag die Teuerungsrate signifikant über dem Wert des Vorjahres von 1,1%. Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 waren, lt. dem Statistischen Bundesamt, vor allem die Energie - preise verantwortlich. Energie insgesamt verteuerte sich spürbar um 10,0%. Bei Strom ist eine Verteuerung von 7,3% eingetreten. 

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen insgesamt um 2,5 %. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die anhaltende Hausse an den Rohstoffmärkten. So verteuerten sich Produkte wie Kaffee, Kakao und Tee um 10,2%. Gemüse dagegen war im Jahr 2011 um 3,9% günstiger als im Vorjahr. 

Der WASGAU Konzern hat seine Bedeutung als Nahversorger in der Region weiter ausbauen können. Der Konzernumsatz ist um 0,75% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Insbesondere im Segment Einzelhandel konnte ein Anstieg der Umsätze um 1,8% erzielt werden. 

Die Kennzahlen zum wirtschaftlichen Erfolg des WASGAU Konzern wurden durch die Steigerung der Energiepreise stark beeinflusst. Insbesondere die vom Gesetzgeber festgelegte Subvention der erneuerbaren Energien, die sich auf die Strompreise in Form der EEG-Umlage auswirkt, führte zu erheblichen Mehrbelastungen auf der Kostenseite. Dementsprechend beläuft sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in 2011 auf 3,8 Mio. Euro und konnte nicht auf dem Niveau des Vorjahres, bereinigt um Sondereinflüsse, mit 5,1 Mio. Euro weiter fortgeschrieben werden. 

Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) beläuft sich auf 7,8 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt 9,1 Mio. Euro). Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) reduzierte sich auf 21,2 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt 22,7 Mio. Euro). 

Der Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Diese erhöhten sich von 2010 mit 55,3 Mio. Euro um 2,1 Mio. Euro auf 57,4 Mio. Euro. In der Relation zum Umsatz erhöhten sich die Aufwen - dungen von 11,5% im Vorjahr auf 11,9 Prozent im Berichtszeitraum. Allein aus dem Bereich der Energiekosten resultiert ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. Euro. Davon entfällt auf den Bereich Strom über 2/3 der Mehrkosten. Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf die vom Gesetzgeber veranlasste EEG-Umlage (Gesetz über den Vorrang Erneuerbarer Energien). Diese unvermeidbaren Mehrkosten haben sich von 2010 auf 2011 um über 70% erhöht. 

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 2,2 Mio. Euro (VJ 5,3 Mio. Euro). Die Steuern von Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro (VJ 1,9 Mio. Euro). Hieraus resultiert eine Steuerquote von 42,6% (VJ 26,4%). Im Vorjahr waren im Konzernjahresüberschuss der steuerfreie Ertrag aus der Anteilsveräußerung enthalten und in der Steuerbelastung Effekte aus der Betriebsprüfung der Jahre 2002 bis 2006 berücksichtigt, so dass beide Werte nicht mit dem Vorjahr direkt vergleichbar sind. 

Die Eigenkapitalquote wurde mit 37,7% (Vorjahr 36,6%) konstant fortgeschrieben. Als verlässlicher Partner bietet die WASGAU über 4.000 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WASGAU leisten, jeder in seiner Position, einen wichtigen Beitrag für den erfolgreichen Fortbestand des WASGAU Konzerns. Im Geschäftsjahr 2011 waren zum Stichtag 31. Dezember 4.004 Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter (VJ 4.021) beschäftigt. 

Zum 31.12.2011 standen 236 junge Menschen (VJ 226) in einem Ausbildungsverhältnis zum WASGAU Konzern. Die daraus im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft abgeleitete Ausbildungsquote von 5,9 Prozent (VJ 5,6%) unterstreicht das Engagement der WASGAU in der Nachwuchsförderung. Darüber hinaus sichert dies den Bedarf an MitarbeiterInnen für die Zukunft. Zur Sicherung der laufenden und zukünftigen Liquidität wurde die Finanzmittelausstattung des Konzerns mit den beteiligten Banken neu arrangiert. 

Durch die Neuauflage eines Konsortialdarlehens, die auch die Kreditfinanzierung der WASGAU Metzgerei mit einschließt, ist die Liquidität bis 2016 gesichert. Auf Basis des erreichten Ergebnisses werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, den Aktionären für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 0,11 Euro je Aktie auszuschütten. 

Ausblick
Die konjunkturelle Entwicklung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, hat sich im Verlauf des Jahres 2011 verlangsamt. Demzufolge sind die Prognosen für das allgemeine wirtschaftliche Wachstum gegenüber dem vorangegangenen Jahr für 2012 deutlich abgeschwächt. 

Nach der Erwartung führender Wirtschaftsinstitute, der Bundesbank und auch der Bundesregierung wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2012 in einem Korridor von 0,4 bis 0,7% bewegen. 

Neben dem generellen Unsicherheitsfaktor, der für in die Zukunft gerichtete Aussagen gilt, stehen die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die Staatsschuldenkrise im Euroraum nicht weiter eskaliert. 

Der WASGAU Konzern orientiert sich in seinen Wachstumsprognosen vor allem an den die Kaufkraft einschätzenden Erwartungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die von einem Anstieg der Konsumlaune, unterstützt von den positiven Werten am Arbeitsmarkt und der Lohnentwicklung, ausgeht. 

Immer mehr Verbraucher achten beim Einkauf auf Qualität und wollen wissen, woraus, wie, wo und unter welchen Bedingungen Lebensmittel hergestellt werden. Qualität ist neben dem Preis das entscheidende Einkaufskriterium. 

Gerade diesen Grundwerten fühlt sich die WASGAU seit Jahren verpflichtet und sieht sich durch die Veränderung im Verbraucherbewusstsein mit ihren Konzepten zusätzlich bestätigt. Die Stärkung des Vertriebsnetzes durch die im Vorjahr vorgenommenen drei Neueröffnungen im Einzelhandel und die Erweiterung auf neuer Fläche an einem Standort im Cash & Carry- Bereich unterstützen die Steigerung in der Umsatzplanung. 

Unter der Prämisse, dass die Krise im Euro-Raum, ausgelöst durch die hohen Staatsver - schuldungen einiger Länder, behoben wird und die Binnenkonjunktur den von den Wirtschafts forschern erwarteten positiven Verlauf nimmt, sieht sich der WASGAU Konzern in der Lage, das EBIT für das Jahr 2012 im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Für das Jahr 2013 wird ein weiteres Anwachsen des EBIT, im Rahmen der allgemeinen Konjunkturbelebung, erwartet. (Quelle: wasgau)

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