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Berlin: Dr. Silvius Wodarz Stiftung übergibt Baum des Jahres 2026
Die Übergabe des Baumes des Jahres an den Ausschuss ist inzwischen gelebte Tradition und findet seit über 20 Jahren statt. Auch 2026 hatte der Vorsitzende des Ausschusses, Hermann Färber, erneut zu diesem Austausch eingeladen. Vor der Übergabe fand ein Verbändegespräch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern des BdB und der Baum des Jahres-/Dr. Silvius Wodarz-Stiftung sowie den Mitgliedern des EL-Ausschusses statt.
Die Zitterpappel ist die häufigste Pappelart Deutschlands und eine lichtliebende Pionierbaumart. Ihre charakteristisch „zitternden" Blätter reagieren schon auf schwächste Luftbewegungen. Als anspruchslose und anpassungsfähige Baumart trägt sie zur Bodenverbesserung bei und bietetzahlreichen Tierarten Lebensraum.
Baumkönigin Levke Riedel betonte die besondere Bedeutung des diesjährigen Jahresbaums: „Die Zitterpappel steht wie kaum ein anderer Baum für Anpassungsfähigkeit und Dynamik in unseren Wäldern. Gerade im Klimawandel kann sie eine wichtige Rolle spielen, indem sie neue Waldgenerationen einleitet und Lebensräume schafft." Die Auszeichnung „Baum des Jahres" wird seit 1989 jährlich von der Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz-Stiftung vergeben. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Bäumen zu stärken und ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Darüber hinaus hob die Stiftung hervor, dass für einen erfolgreichen und gelebten Waldumbau gut ausgebildetes Fachpersonal unerlässlich ist. Insofern bereite die zunehmende Schließung von Technischen universitären Lehrgebieten im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft große Sorge. Dies fände insbesondere in Folge von Exzellenzinitiativen des Bundes statt. Aus dem Kreis der Mitglieder des Ausschusses war zu hören, dass dies offensichtlich nicht nur die Forst- sondern auch andere Wissenschaftskreise beträfe. Der BdB ist Mitglied im Kuratorium Baum des Jahres, dem Fachgremium der Stiftung und an der Auswahl Jahresbaumes beteiligt. Im Rahmen des Verbändegesprächs wurden aktuelle Herausforderungen der Baumschulbranche diskutiert. Dazu zählten insbesondere die geplanten Regelungen im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), Fragen im Umgang mit Quarantäneschaderregern wie dem Japankäfer, sowie praxisrelevante Themen, wie die Containerproduktion und bürokratische Anforderungen bei der Pflanzenschutzmitteldokumentation.
BdB-Präsident Hajo Hinrichs erklärte hierzu: „Die geplante Einbeziehung von Pflanzen in das UWG halten wir für nicht zielführend. Sie droht, den Zugang zu wichtigen Informationen über die ökologischen Leistungen von Pflanzen eher einzuschränken, als zu verbessern. Aus unserer Sicht braucht es praxistaugliche Lösungen, die Transparenz fördern, ohne die Betriebe zusätzlich zu belasten."

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