NRW: Carina Gödecke erhält Ernst-Schröder-Medaille

Die Ernst-Schröder-Medaille hat erstmals eine Trägerin: Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen verlieh die Auszeichnung der amtierenden Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke.

Als erster Frau wurde der NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke die Ernst-Schröder-Medaille verliehen – von H. Christian Leonhards (r.), Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen, sowie Eckhard Uhlenberg, 1. Vizepräsident des Landtags NRW, Laudator und ebenfalls Träger der Medaille. Foto: Christian Weber.

Die Ernst-Schröder-Medaille des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen wurde damit zum 14. Mal verliehen – erstmals im Jahr 1975. Mit der Medaille werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise „Für Förderung zeitgerechter Tätigkeit in der Landespflege, im Garten- und Landschaftsbau, von Grünflächen, Gärten, Freizeit-, Spiel- und Sportanlagen“ eingesetzt haben – darunter auch Bundespräsident Dr. h.c. Johannes Rau im Jahr 1999. Vor Carina Gödecke hatte der damalige Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Eckhard Uhlenberg im Jahr 2014 die Auszeichnung erhalten. Dem heutigen 1. Vizepräsidenten des Landtages war es somit eine Ehre, die Laudatio zu halten. Für ihn gibt es keinen besseren Rahmen als eine Landesgartenschau, um die Ernst-Schröder-Medaille zu verleihen. Und auch die Auszeichnung der Landtagspräsidentin mit der Medaille ist seinen Worten zufolge eine gute Wahl – denn der Landtag entscheidet letztlich, ob Fördermittel für eine Landesgartenschau zur Verfügung gestellt werden. Wichtig für die Auszeichnung sei, dass Politiker in ihrem Umfeld die Garten- und Landschaftspflege thematisieren. Wie er betonte, hat Carina Gödecke zudem „die Gabe, Menschen zusammenzuführen“. Wie Carina Gödecke dankend erläuterte, versteht sie die Ernst-Schröder-Medaille auch als Auftrag für die politische Arbeit – und nahm sie daher nicht zuletzt als Ehrung fürs Amt der Landtagspräsidentin an. „Es gibt viele, die gerne mit der Politik reden – die Landschaftsgärtner gehören zu jenen, die ihre Anliegen auf authentische Weise vorbringen“, betonte die Landtagspräsidenten und würdigte damit die informative und kooperative Darstellungsweise seitens der Landschaftsgärtner um H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen.

Leonhards erinnerte in seinen Grußworten daran, wer Ernst Schröder war: Der Gartenarchitekt und Politiker (DVP, später FDP), wurde 1893 in Krefeld als Sohn eines Gartenbauers geboren und starb 1976 in Wiesbaden. Nach einer Lehre im Gartenbau und Besuch einer Gartenbauschule bildete sich Schröder an der Kunstgewerbeschule und im Ausland zum Gartenarchitekten fort. Das Besondere war seine Vision: „Es war mein Traum und dann auch mein fester Wille, den gesamten Gartenbau mit allen seinen Fachgruppen und differenzierten Sonderinteressen unter einen Hut zu bringen. Denn nur so kann er wirtschaftlich etwas bedeuten und sich politisch und gesellschaftlich durchsetzen.“ (pcw)

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