NRW: 643 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Im Jahr 2016 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen 14% mehr Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen als im Vorjahr.

Im Jahr 2016 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen 643 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder bei deren Beförderung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren dies 77 Unfälle bzw. 14% mehr als im Jahr 2015. Dabei geschahen 164 Unfälle beim Umgang, also z. B. bei Lagerung, Abfüllung, Herstellung oder Verwendung dieser Stoffe (2015: 175 Unfälle), weitere 479 Unfälle ereigneten sich bei deren Beförderung (2015: 391). Die freigesetzte umweltgefährdende Stoffmenge betrug 1.070 Kubikmeter; 2015 waren es noch 2.767 Kubikmeter gewesen.

Der überwiegende Teil (605 Kubikmeter oder 57%) der im Jahr 2016 freigesetzten wassergefährdenden Stoffe konnte wiedergewonnen werden und belastete den Wasserhaushalt nicht dauerhaft. 465 Kubikmeter oder 43% konnte nicht wiedergewonnen werden, so dass das Material einer anschließenden Nutzung oder Verwendung nicht zur Verfügung stand oder einer geordneten Entsorgung zugeführt werden konnte. Wie die Statistiker weiter mitteilen, waren die Hauptunfallursachen in 251 Fällen Fehlverhalten oder menschliches Versagen. In 179 Fällen lagen Materialfehler vor und 213 Unfälle hatten sonstige (z. B. höhere Gewalt) oder ungeklärte Ursachen. (IT.NRW)

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