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Floréac: "Wir bieten den besonderen Service"
Floréac kann auf eine lange Geschichte verweisen: Seit über 70 Jahren gibt es dieses Unternehmen - mit sehr verschiedenen Bereichen. Das 1954 von der Familie Floré gegründete belgische Unternehmen deckte einst alle Bereiche des Grünen Marktes ab: Von Züchtung, Vermehrung und Produktion bis hin zum Handel und Vertrieb von Pflanzen. Nach und nach wurden die verschiedenen Segmente ausgelagert oder verkauft. So wurde aus dem Züchtungsunternehmen Microflor nun die Firma Labeau, die Produktionsstätte wird heute unter dem Namen Hortinno betrieben und der Transportbereich firmiert unter dem Namen Breewell. Übrig gebieben sind die Handelsaktivitäten.
Seit 2020 arbeitete Floréac strategisch mit Royal Lemkes zusammen. Unter dem gemeinsamen Namen Plantify Partners Europe wollte man ein starkes europäisches Netzwerk schaffen, doch die Zusammenarneit wurde im Jahr 2024 beendet. Der "gamechanger" folgte dann im vergangenen Jahr: CEO An Vander Aa erwirbt das Unternehmen und führt Floréac nun als unabhängiges Handelsgeschäft weiter. Dabei sieht man sich nicht als Einzelkämpfer: "Wir können das nicht alleine schaffen", sagt Vander Aa und verweist dabai auf die 120 Mitarbeiter, die Floréac tragen. Doch fast noch entscheidener ist die Zusammenarbeit mit den rund 600 Lieferanten, zum Beispiel mit der Plantas Group oder mit elho. Für Floréac ist der Aufbau langfristiger Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette - sowohl mit Lieferanten als auch mit Kunden - von entscheidender Bedeutung. Eingekauft wird von Dänemark bis Sizilien um Sortimentstiefe, Liefersicherheit und Qualität zu gewährleisten.
Kunden von Floréac sind unterschiedliche Handelsformate: Gartencenter, Baumärkte und Lebensmitteleinzelhändler werden passgenau bedient. "Wir bieten den besonderen Service", sagt An Vander Aa. "Wir werden nie der Billigste sein", sagt die Geschäftsführerin und sieht gerade in den Serviceleistungen den entscheidenden Unterschied - auch wenn es einen hohen Preisdruck gibt. Zuletzt musste das Unternehmen zwar einen Umsatzrückgang hinnehmen, doch Floréac mit seinen beiden Standorten im belgischen Lochristi und im niederländischen Bleiswijk ist klar strukuriert und hat das Ziel, binnen drei Jahren die Umsatzgrenze von 100 Mio. Euro zu knacken.
Gartencenter sind die wichtigen Käufer, sie machen rund 80% des Gesamtumsatzes aus. Die Kunden sitzen in Frankreich (47%), Großbritannien (25%) und Deutschland (15%) und sie kaufen vorrangig Zimmerpflanzen. Kleinere Kunden nutzen dabei den Webshop - größere Kunden werden individuell betreut. "Wer montags bis 12 Uhr bestellt hat mittwochs bis 12 Uhr seine Ware", heißt es und damit die Logistik reibungslos funktioniert, errechnet ein Computerprogramm die optimale Belegung der CC-Container, damit keine Ressourcen sinnlos vergeudet werden. Überhaupt ist Nachhaltgikeit ein wichtiges Thema für Floréac. Das Unternehmen ist FSI-zertifiziert und hat mit der Pflanzenmarke ympa ein eigenes Label für nachhaltig erzeugte Grünpflanzen geschaffen.
Floréac verfügt über umfassende Markt‑ und Sortimentskenntnisse im Einzelhandel - von klassischen Zimmerpflanzen bis hin zu saisonalen Sortimenten. Die langfristigen Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette sieht Floréac als besondere Stärke, um auch für die Zukunft bestens gerüstet zu sein.

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