Internationaler Frauentag in der Baumschule

Portrait: Aus Hobby wird Beruf ... Bianca Ramcke stellt sich vor!Aus seinem Hobby eine berufliche Laufbahn einzuschlagen, ist nicht jedem vergönnt. Bei Bianca Ramcke hat es geklappt. In der Natur fühlte sie sich zu Hause, damals wie heute. Im Beruf des Baumschulgärtners sah sie die Chance, ihre Liebe zum Outdoorgrün in vollem Maße umzusetzen.

 

Für ihre berufliche Weiterentwicklung zog es die heute 34-jährige aus ihrer Heimatstadt Winsen (Luhe) vor 8 Jahren über die Elbe, ins größte zusammenhängende Baumschulgebiet der Welt, in den Kreis Pinneberg

 

Nach ihrer Lehre in heimischen Gefilden bekam sie Fernweh. „Da zum Ausbildungsende in Europa der Herbst einkehrt, reizte mich damals Australien am meisten, dann ist dort Frühling.“, so Ramcke. Nahe Brisbane fing sie, in einer Baumschule für circa ein Jahr, an zu arbeiten. In dem kleinen Familienbetrieb wurden Pflanzen für Garten- und Parkanlagen produziert. Hier wohl mehr als Zimmerpflanzen erhältlich. Bianca Ramcke erzählt von ein paar Produktionsunterschieden zwischen Australien und Deutschland. „Beispielsweise ist die Produktionsdauer aufgrund der Witterung wesentlich kürzer. Die Pflanzen wachsen einfach enorm schnell, auch in Kompost. Dieser wird dort mehr verwendet, da Torf in Australien sehr teuer ist. Mehr Kulturen durchlaufen so das Geschäftsjahr, ähnlich wie hier die Zierpflanzenbetriebe unter Glas (Gewächshauskulturen).“

 

Nach ihrer Rückkehr studierte Bianca Ramcke 4 Jahre Gartenbau und entschied sich danach, noch andere Betriebe kennenzulernen, „... da das Tätigkeitsfeld des Baumschulgärtners sich im Laufe der Zeit gewandelt hat“, wie sie ausführt.

 

Der Zufall wollte es wohl, dass sie auf die Baumschule von Olaf Ramcke aufmerksam wurde. Beruflich wie privat waren sie sich einig. Gemeinsam setzten sie ihre Ideen zum heutigen Cash & Carry Markt um und waren damit die ersten im Baumschulgebiet. Nun trägt Bianca Ramcke zusammen mit ihrem Mann Olaf die Mitverantwortung für den in Hasloh erfolgreich gewachsenen Pflanzenhandel und damit auch für fünf weitere angestellte Baumschulgärtner.

 

„Das schöne ist die Vielseitigkeit und Abwechslung in unserer Branche. In einem Jahr gibt es sehr stressige aber auch ruhige Zeiten, sodass die Arbeit nie langweilig wird.“ Seitdem Bianca Ramcke im Unternehmen ihres Mannes tätig ist, verwirklicht sie sich nicht nur in der gärtnerischen Praxis sondern managt auch sämtliche kaufmännischen Tätigkeiten, “... vor allem das Büro ist mein Revier.“ So gehören die telefonische Kundenbetreuung, die Sortimentsgestaltung, die Angebots- und Auftragsabwicklung, die Transportlogistik für regionale Pflanzenauslieferungen und deutschlandweite Pflanzenmessen zu ihren festen Aufgaben. Neben der firmeninternen Öffentlichkeitsarbeit ist sie zudem im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des BdB Landesverbandes Schleswig-Holsteins aktiv.

 

Im Baumschulwesen beträgt der aktuelle Frauenanteil bei den neuen Fachkräften ca. ein Drittel. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung zum Baumschulgärtner als Grundlage für die späteren Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, wie zum Beispiel in der Kundenberatung, die beim Verkauf von Pflanzen immer wichtiger wird.

 

Im Unternehmen Ramcke sind von fünf weiteren festen Mitarbeitern zwei Frauen beschäftigt. Bianca Ramcke betont wie schön das ist, „... denn der weibliche Blickwinkel für Pflanzenpräsentation ist oftmals ansprechender oder detaillierter und das ist gerade auf unseren regelmäßigen Haus- und Ordermessen von Vorteil.“

 

Der Cash & Carry Pflanzenhandel bietet den Kunden, vor allem gärtnerischen Endverkaufsbetrieben, auf ca. einem Hektar ein exklusives Sortiment hochwertiger Pflanzen, die in Schleswig-Holstein kaum jemand anderes hat. „So ergänzt unser Sortiment hervorragend das umfangreiche Schleswig-Holsteiner Pflanzenangebot und unsere Kunden schätzen das sehr. Auch unsere hiesigen Berufskollegen müssen nicht immer in der Ferne schweifen, wenn Kunden nach Besonderheiten suchen.“ Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf große Solitär- und Formgehölze, wie beispielsweise Kiefernbonsais in 3-4 m Höhe, aber auch zahlreiche Stämmchen, Rhododendren, Fächerahorne und Magnolien in umfangreichen Sorten und Größen. „Ein Sortiment das Spaß macht, aber auch immer eine Herausforderung darstellt, da wir unsere Pflanzen von ausgewählten Lieferanten im In- und Ausland beziehen, also immer auf der Suche nach Besonderheiten sind. Da kommt man viel rum und der Urlaub wird schon mal für eine Baumschulrundtour genutzt“, erzählt sie lachend.

 

Zu den deutschlandweiten Gärtner- bzw. Pflanzenmessen, auf denen die Firma regelmäßig ausstellt, fährt sie in der Regel nicht mit. Nur wenn beispielsweise ihre Englischkenntnisse gefragt sind, wie in den Niederlanden, trifft man sie nicht in Hasloh an.

 

Für ihre Zukunft wünscht Bianca Ramcke sich die stetige Weiterentwicklung der Firma sowie weiterhin Spaß am Job, also ihrem Hobby. (bdb-sh)

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Internationaler Frauentag in der Baumschule

Portrait: Aus Hobby wird Beruf ... Bianca Ramcke stellt sich vor!Aus seinem Hobby eine berufliche Laufbahn einzuschlagen, ist nicht jedem vergönnt. Bei Bianca Ramcke hat es geklappt. In der Natur fühlte sie sich zu Hause, damals wie heute. Im Beruf des Baumschulgärtners sah sie die Chance, ihre Liebe zum Outdoorgrün in vollem Maße umzusetzen.

 

Für ihre berufliche Weiterentwicklung zog es die heute 34-jährige aus ihrer Heimatstadt Winsen (Luhe) vor 8 Jahren über die Elbe, ins größte zusammenhängende Baumschulgebiet der Welt, in den Kreis Pinneberg

 

Nach ihrer Lehre in heimischen Gefilden bekam sie Fernweh. „Da zum Ausbildungsende in Europa der Herbst einkehrt, reizte mich damals Australien am meisten, dann ist dort Frühling.“, so Ramcke. Nahe Brisbane fing sie, in einer Baumschule für circa ein Jahr, an zu arbeiten. In dem kleinen Familienbetrieb wurden Pflanzen für Garten- und Parkanlagen produziert. Hier wohl mehr als Zimmerpflanzen erhältlich. Bianca Ramcke erzählt von ein paar Produktionsunterschieden zwischen Australien und Deutschland. „Beispielsweise ist die Produktionsdauer aufgrund der Witterung wesentlich kürzer. Die Pflanzen wachsen einfach enorm schnell, auch in Kompost. Dieser wird dort mehr verwendet, da Torf in Australien sehr teuer ist. Mehr Kulturen durchlaufen so das Geschäftsjahr, ähnlich wie hier die Zierpflanzenbetriebe unter Glas (Gewächshauskulturen).“

 

Nach ihrer Rückkehr studierte Bianca Ramcke 4 Jahre Gartenbau und entschied sich danach, noch andere Betriebe kennenzulernen, „... da das Tätigkeitsfeld des Baumschulgärtners sich im Laufe der Zeit gewandelt hat“, wie sie ausführt.

 

Der Zufall wollte es wohl, dass sie auf die Baumschule von Olaf Ramcke aufmerksam wurde. Beruflich wie privat waren sie sich einig. Gemeinsam setzten sie ihre Ideen zum heutigen Cash & Carry Markt um und waren damit die ersten im Baumschulgebiet. Nun trägt Bianca Ramcke zusammen mit ihrem Mann Olaf die Mitverantwortung für den in Hasloh erfolgreich gewachsenen Pflanzenhandel und damit auch für fünf weitere angestellte Baumschulgärtner.

 

„Das schöne ist die Vielseitigkeit und Abwechslung in unserer Branche. In einem Jahr gibt es sehr stressige aber auch ruhige Zeiten, sodass die Arbeit nie langweilig wird.“ Seitdem Bianca Ramcke im Unternehmen ihres Mannes tätig ist, verwirklicht sie sich nicht nur in der gärtnerischen Praxis sondern managt auch sämtliche kaufmännischen Tätigkeiten, “... vor allem das Büro ist mein Revier.“ So gehören die telefonische Kundenbetreuung, die Sortimentsgestaltung, die Angebots- und Auftragsabwicklung, die Transportlogistik für regionale Pflanzenauslieferungen und deutschlandweite Pflanzenmessen zu ihren festen Aufgaben. Neben der firmeninternen Öffentlichkeitsarbeit ist sie zudem im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des BdB Landesverbandes Schleswig-Holsteins aktiv.

 

Im Baumschulwesen beträgt der aktuelle Frauenanteil bei den neuen Fachkräften ca. ein Drittel. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung zum Baumschulgärtner als Grundlage für die späteren Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, wie zum Beispiel in der Kundenberatung, die beim Verkauf von Pflanzen immer wichtiger wird.

 

Im Unternehmen Ramcke sind von fünf weiteren festen Mitarbeitern zwei Frauen beschäftigt. Bianca Ramcke betont wie schön das ist, „... denn der weibliche Blickwinkel für Pflanzenpräsentation ist oftmals ansprechender oder detaillierter und das ist gerade auf unseren regelmäßigen Haus- und Ordermessen von Vorteil.“

 

Der Cash & Carry Pflanzenhandel bietet den Kunden, vor allem gärtnerischen Endverkaufsbetrieben, auf ca. einem Hektar ein exklusives Sortiment hochwertiger Pflanzen, die in Schleswig-Holstein kaum jemand anderes hat. „So ergänzt unser Sortiment hervorragend das umfangreiche Schleswig-Holsteiner Pflanzenangebot und unsere Kunden schätzen das sehr. Auch unsere hiesigen Berufskollegen müssen nicht immer in der Ferne schweifen, wenn Kunden nach Besonderheiten suchen.“ Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf große Solitär- und Formgehölze, wie beispielsweise Kiefernbonsais in 3-4 m Höhe, aber auch zahlreiche Stämmchen, Rhododendren, Fächerahorne und Magnolien in umfangreichen Sorten und Größen. „Ein Sortiment das Spaß macht, aber auch immer eine Herausforderung darstellt, da wir unsere Pflanzen von ausgewählten Lieferanten im In- und Ausland beziehen, also immer auf der Suche nach Besonderheiten sind. Da kommt man viel rum und der Urlaub wird schon mal für eine Baumschulrundtour genutzt“, erzählt sie lachend.

 

Zu den deutschlandweiten Gärtner- bzw. Pflanzenmessen, auf denen die Firma regelmäßig ausstellt, fährt sie in der Regel nicht mit. Nur wenn beispielsweise ihre Englischkenntnisse gefragt sind, wie in den Niederlanden, trifft man sie nicht in Hasloh an.

 

Für ihre Zukunft wünscht Bianca Ramcke sich die stetige Weiterentwicklung der Firma sowie weiterhin Spaß am Job, also ihrem Hobby. (bdb-sh)

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