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WVG Nord: Branche zeigt Geschlossenheit
Im Mittelpunkt standen Nachwuchsförderung, Fachkräftesicherung, politische Interessenvertretung sowie praxisnahe Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen.
Nachwuchs im Fokus: Ehrung der Jahrgangsbesten 2025
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Auszeichnung der Jahrgangsbesten im Ausbildungsberuf Gärtnerin und Gärtner. Geehrt wurden:
- Luise-Lotte Philipp, Fachrichtung Gemüsebau (Hof Medewege, Schwerin)
- Lukas Kuchenbuch, Fachrichtung Gemüsebau (Gärtnerei Sannmann, Hamburg)
- Mia Helling, Fachrichtung Gemüsebau (Bioland-Gärtnerei Rhizom, Bremen)
Gemeinsam mit der neuen Blumenfee Hannes Schrader und Vizepräsident Dirk Klefer würdigte der Verband die hervorragenden Leistungen des Branchennachwuchses. Die Auszeichnungen unterstreichen die hohe Ausbildungsqualität im norddeutschen Gartenbau.
Politische Impulse und klare Botschaften
In seiner Eröffnungsrede betonte Präsident Andreas Kröger die Bedeutung einer starken Interessenvertretung in bewegten Zeiten. Themen wie Tarifgeschehen, Ausbildung, Fachkräftemangel und regulatorische Unsicherheiten – etwa bei der Einstufung von Blumentöpfen im Rahmen des „Grünen Punkts“ – zeigen deutlich, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Betriebe sind.
Auch der Blick auf die anstehende Landesgartenschau Bad Nenndorf 2026 machte deutlich, welches Potenzial in gemeinsamer Sichtbarkeit und branchenübergreifender Zusammenarbeit liegt.
Fachkräftemangel bleibt größte Herausforderung
„Fachkräftemangel ist unsere größte Sorge“ – dieses Fazit zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Mit praxisnahen Ansätzen zur Nachwuchsgewinnung, einem Ausblick auf die IdeenExpo im Juni 2026 sowie Impulsen zur Arbeitgeberattraktivität zeigte der Verband konkrete Handlungsoptionen auf.
Die offene Gesprächsrunde „Jungunternehmer*innen im Dialog“ machte deutlich: Die junge Generation im Produktionsgartenbau ist innovativ, unternehmerisch denkend und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Beratung, Netzwerke und Verbandsarbeit werden dabei als zentrale Erfolgsfaktoren verstanden.
Digitalisierung und Sicherheit als Zukunftsthemen
Mit Beiträgen zur Cyber-Sicherheit im Gartenbaubetrieb sowie zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz als „dritte Gehirnhälfte“ wurden praxisnahe Lösungen für den Betriebsalltag vorgestellt. Die Botschaft: Digitalisierung ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern bereits heute ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor – bezahlbar und umsetzbar.
Die KI-Expertin und Keynote Speakerin Astrid Brüggemann machte vor allem Mut, KI als Arbeitserleichterung zu nutzen, gab passende Beispiele aus der Praxis und zeigte auf, wie einfach man „prompten“ kann, um echte Arbeitserleichterung zu bekommen!
Gemeinsam stärker: Verband als Stimme der Branche
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit setzt der WVG Nord auf Geschlossenheit. „Ohne Lobbyarbeit bestehen wir nicht“, lautete ein klares Signal an die Branche. Neue Mitglieder sind ausdrücklich willkommen – denn nur gemeinsam lässt sich die Zukunft des Gartenbaus aktiv gestalten.
„Ich bin Mitglied, um etwas zu bewegen – gerade auch in politischen Fragen, die unsere Branche betreffen. Der Verband hilft, die Praxis des Gartenbaus in die Politik zu bringen“, sagt Katrin Brelage, Betriebsnachfolgerin von Gartenbau Brelage, Bio-Kräuterbetrieb aus Papenburg und langjähriges Mitglied im Verband.
Der Gartenbautag 2026 hat einmal mehr gezeigt: Der norddeutsche Gartenbau ist leistungsstark, innovationsbereit und engagiert. Mit klaren Positionen, starken Persönlichkeiten und einem wachsenden Netzwerk stellt sich die Branche selbstbewusst den Herausforderungen der kommenden Jahre.

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