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Wirtschaftsverband Gartenbau: Sannemann neuer Präsident
Auf der diesjährigen Delegiertenversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau Niedersachsen gab es grundlegende Veränderungen im Ehrenamt. Manfred Behre, Präsident seit fast 25 Jahren in Niedersachsen, stellte sein Amt zur Verfügung. Im Alter von 66 Jahren und nach fast 25 Jahren Tätigkeit als Präsident für die Gärtner in Niedersachsen darf man sein Amt abgeben, so die Aussage von Manfred Behre. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann, ZVG-Präsident Heinz Herker und Vizepräsident Andreas Lohff sowie Kammerpräsident Arendt Meyer zu Wehdel und die Delegierten des Wirtschaftsverbandes zollten Manfred Behre stehende Ovationen. Wer sich fast 25 Jahre in den Dienst der Sache für den gärtnerischen Berufsstand gestellt hat, hat auch manches erlebt, so Manfred Behre in seinen Dankesworten. Aber er zieht eine sehr positive Bilanz: Ich war als Präsident nicht jemand, der lauthals immer in der ersten Reihe stand und seine Rechte forderte und seine Wünsche unbedingt sofort umsetzen mußte. Ich hatte mit meiner etwas zurückhaltenden Art Erfolg und die Politik der leisen Töne haben uns in den Gremien immer Erfolge beschert. Alle Türen standen uns offen, um unsere Themen zu diskutieren, so seine Einschätzung zu seinem Wirken als Präsident. Dass er mit dieser Einschätzung nicht ganz verkehrt gelegen hat, wurde ihm von Landwirtschaftsminister Gert Lindemann, dem Landwirtschaftskammerpräsidenten Arendt Meyer zu Wehdel sowie Heinz Herker und Andreas Lohff bestätigt.
Als Auszeichnung verlieh Heinz Herker Manfred Behre die Ehrenmedaille in Gold des Zentralverbandes Gartenbau. Stellvertretend für alle anwesenden Gärtner dankte Präsident Herker Behre für sein großes Engagement im Sinne des niedersächsischen und auch des deutschen Gartenbaus und würdigte die hervorragenden Dienste mit dieser Verleihung.
Manfred Behre wurde 1946 in Wilhelmshaven geboren und wuchs in der elterlichen Gärtnerei in Hannover-Buchholz auf. Nach Abschluß der Meisterschule in Ahlem machte er sich zunächst als Pächter und seit 1973 als Eigentümer selbständig. Sein ehrenamtliches Engagement begann im verbandlichen Ausbildungsausschuss. 1984 wurde er zum Vorsitzenden der Landesfachgruppe Blumen und Zierpflanzen gewählt, 1987 zum Vizepräsidenten des Landesverbandes und 1989 zum Präsidenten des Landesverbandes Niedersachsen. Parallel dazu hat er auch immer in dem Vorstand des Bundesverbandes Zierpflanzen mitgearbeitet und war in der Funktion als Landesverbandspräsident seit 1989 ohne Unterbrechung im Präsidium des Zentralverbandes Gartenbau. Dass Manfred Behre immer ein offenes Ohr für seine Gärtnerkollegen hatte, zeigt die Aussage eines Delegierten und langjährigen Wegbegleiter Manfred Behres. Manfred Behre war immer ein zuverlässiger Ansprechpartner für uns Gärtner und hat die Ideen und Anregungen sofort versucht, in die verbandliche Arbeit umzusetzen. Manfred Behre ist darüber hinaus auch überzeugt, dass er sein Amt in würdige Hände weitergegeben hat.
Henning Sannemann zum Nachfolger gewählt
Henning Sannemann ist 61 Jahre alt und hat eine Friedhofsgärtnerei in Osnabrück. Nach Realschul-Abschluss und kaufmännischer Lehre begann er eine Volontariatszeit in dem Saatzucht- und Handelsbetrieb Deicke in Uelzen. Im Anschluss folgte die gärtnerische Lehre in der Lehr- und Versuchsanstalt in Friesdorf. Im Rahmen der Gehilfenzeit arbeitete er in der Baumschule Ubbo Kruse, Bad Zwischenahn sowie im Landschaftsbaubetrieb Escher in Lemförde. 1977 übernahm er einen Endverkaufsbetrieb mit Friedhofsgärtnerei in Osnabrück. Dass für ihn Verbandsarbeit kein Neuland ist, kann daran gesehen werden, dass er als Vertreter der Region Osnabrück 1994 in den Aufsichtsrat der Nordwestdeutschen Treuhandstelle gewählt wurde. Es folgte der Vorsitz der Fachgruppe Friedhof, der Vorsitz im Aufsichtsrat der Treuhandstelle sowie die Mitgliedschaft im Präsidium des Nordwestdeutschen Gartenbauverbandes. Seit zwei Jahren ist er auch Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Bundes deutscher Friedhofsgärtner.
Ich habe in verschiedenen Sparten des Gartenbaus gearbeitet. Daher ist es für mich ein wichtiges Ziel, mich für alle Fachsparten einzusetzen so eine wichtige Kernaussage seiner verbandlichen Leitlinien, die er dann konkretisiert:
- Wir müssen als gärtnerische Unternehmer mit unseren Betrieben und Mitarbeitern deutlicher in der Gesellschaft und Politik wahrgenommen werden. Dies gilt für die Region Niedersachsen-Bremen wie auch bundesweit.
- Wir sind ein großer Landesverband im Zentralverband Gartenbau. Auch hier sind unsere Interessen zu vertreten. Sei es nun in Bonn, Berlin oder Brüssel.
- Wir müssen uns verstärkt um die Aus- und Weiterbildung der Betriebe sowie deren Mitarbeiter kümmern. Der Fachkräftemangel schreitet weiter fort. Hier müssen wir uns stärker engagieren. Gute Beispiele in Teilbereichen gibt es. Sei es nun TOP-Ausbildung Gartenbau oder das Augala im Gartenlandschaftsbau.
- Wir müssen in die Diskussion mit Kommunen und Kirchen einsteigen. Sei es wegen der unterschiedlichen Behandlung der Mehrwertsteuer wie auch der Übernahme von gewerblichen Tätigkeiten.
Abschließend rief er den Delegierten zu: Lieber miteinander reden als übereinander reden! Wir sind immer nur einen Anruf weit von Euch entfernt. (WVG)
Das neue geschäftsführende Präsidium des Wirtschaftsverbandes Gartenbau e.V. Auch bei den Vizepräsidenten gab es Neuwahlen. Für die Vizepräsidenten Siegfried Dann, Wietzendorf und Jürgen Diekmeyer, Bremen wurden Michael Seuthe, Schneverdingen und Robert Pake, Bad Harzburg, gewählt. Die Neubesetzung des Präsidiums sieht zukünftig wie folgt aus:
Präsident: Henning Sannemann, Osnabrück
Vizepräsident: Udo Acquistapace, Westerstede-Eggeloge
Vizepräsident: Hajo Hinrichs, Edewecht-Westerscheps
Vizepräsident: Robert Pake, Bad Harzburg
Vizepräsident: Horst Rechter, Hannover
Vizepräsident: Michael Seuthe, Schneverdingen

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