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Weener: Wärmeleitungen zu 20 Gärtnereien
Das gemeinsame Planungsteam der Gartenbau-Unternehmen und der Ingenieure verzeichnet wichtige Fortschritte. Für den Bau der Wärmeleitungen zu den Gartenbaubetrieben in Weener und Westoverledingen und die Optimierung des Biomasseheizkraftwerkes wurde eine Expertengruppe gebildet. Die Gesamtkosten fallen deutlich geringer aus, als ursprünglich vermutet. Der Bau der Wärmeleitungen soll im Frühjahr 2014 beginnen. Voraussichtlich ab Oktober 2014 können die Gärtnereien mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt werden.
Ursprünglich geplant war die Vergabe des Projektes an einen Generalplaner. Nach intensiven Recherchen haben die Gartenbau-Unternehmen und die Ingenieure der EEV beschlossen, ein eigenes Expertenteam für die Planung, Organisation und Realisierung zu bilden. Das Team besteht inzwischen aus sechs spezialisierten Ingenieuren. Eine Bauvoranfrage wird von den zuständigen Landkreisen Emsland und Leer bereits geprüft.
Für die Dükerung der Ems wird eine Genehmigung beim Wasser- und Schifffahrtsamt beantragt, das über entsprechende Sachkenntnis und Erfahrung verfügt. Für die Genehmigungsverfahren rechnen die Experten mit einer Bearbeitungsdauer von drei Monaten. Der Baubeginn ist daher pünktlich im Frühjahr zu erwarten.
Das Biomasseheizkraftwerk in Papenburg ist ursprünglich für eine Leistung von 20 Megawatt elektrisch und 20 Megawatt thermisch konzipiert. Die Gärtnerei-Unternehmen haben jedoch einen Wärmebedarf von ca. 40 Megawatt. Durch technische Innovationen der EEV-Ingenieure wird die gewünschte Wärmeleistung möglich.
Erste Kostenvoranschläge, die zu Beginn des Jahres erstellt wurden, sind dem Expertenteam zufolge nicht mehr relevant. Die Kalkulation der Gesamtkosten von 25 Mio. Euro wird deutlich unterschritten.
Ziel des Projektes ist, die Gärtnerei-Unternehmen von den kaum kalkulierbaren Preissteigerungen der fossilen Energieträger weitgehend unabhängig zu machen, die Energiekosten nachhaltig zu stabilisieren und die klimaschädlichen Emissionen um rund 30.000 Tonnen Kohlendoxid und 80 Tonnen Kohlenmonoxid pro Jahr zu reduzieren. (EEV)

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