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Studie: Bio oder doch lieber regional?
100% Bio und dazu noch regional - das bringt die Wünsche von immer mehr Verbrauchern auf den Punkt, wenn es um die Auswahl ihrer Lebensmittel geht. Doch wie entscheiden sie sich, wenn beides nicht zusammen erfüllt werden kann und ein Zielkonflikt entsteht? Wovon hängt es ab, ob Verbraucher dann zu regionalen, konventionellen Produkten greifen oder eher Vorlieb nehmen mit Bio-Lebensmitteln, die aus anderen Teilen Deutschlands oder aus dem Ausland (Nachbarland, Nicht-EU-Land) stammen? Im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) ist jetzt ein Forschungsprojekt angelaufen, das sich im Detail mit diesen Fragen beschäftigt. Durchgeführt wird die Studie vom Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing der Universität Kassel. Mit Hilfe von computergestützten Befragungen und Kaufexperimenten wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Einflussfaktoren und Kaufmotive für die Entscheidungsfindung der Verbraucher ausschlaggebend sind. Im Experiment werden den Verbrauchern jeweils drei Produktvarianten vorgelegt, die in den Produkteigenschaften Preis, Produktionsweise und Herkunft variieren. Dabei wird am Beispiel von Äpfeln, Mehl, Butter und Rindfleisch auch untersucht, ob sich die Befragten bei pflanzlichen Produkten anders entscheiden als bei tierischen Erzeugnissen. Ebenfalls gehen die Wissenschaftler der Frage nach, inwiefern der Wohnort das Entscheidungsverhalten prägt. Hierzu werden bundesweit in vier Regionen rund 640 Verbraucher befragt, die in einem städtisch oder ländlich geprägten Umfeld leben.

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