Schweizer Hagel: Jahresergebnis 2023 vergestellt

Die Schweizer Hagel versicherte im Jahr 2023 Landwirtschaftskulturen in der Höhe von 4,1 Mrd. CHF. Der Schadensatz belief sich auf 72,1% und der Schadenkostensatz (Combined Ratio) auf 92,8%.

Elementar- und Hagelschäden im Gemüsebau. Foto: Schweizer Hagel.

Die Gesamtprämieneinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, jedoch minderte die Wechselkursentwicklung das Ergebnis. Die Gesamtschaden­quote wurde durch die unterschiedlichen Resultate in den Märkten ausgeglichen, was die Diversifikations-strategie be­stätigt. Steuermindernde Rückstellungen dämpften das hervorragende Ergebnis in Frankreich, woraus ein konsoli­diertes negatives Gesamtergebnis resultierte. Ohne Sondereffekte hätte sich anstelle des Verlustes von -1.8 Mio. CHF ein Gewinn nach Steuern von über 4.0 Mio. CHF ergeben. Auf­grund der guten Geschäftsentwicklung 2023 werden im Frühjahr 2024 Prämienrückvergütungen in der Höhe von 3 Mio. CHF an die Mitglieder gewährt.

In der Schweiz wurden der Schweizer Hagel im Berichtsjahr 5.904 Schäden an versicherten Kulturen ge­meldet. Die Schadensumme (Schadenzahlungen Laufjahr inkl. Schadenabschätzungskosten und -rückstel­lungen des Laufjahres) belief sich auf 30,8 Mio. CHF. Davon wurden 54% durch Hagel, 30% durch Tro­ckenheit und 8% durch Sturm verursacht, die insbesondere Ackerkulturen, Gemüse, Wein, Obst und Bee­ren beschädigten. Gegen Jahresende wurde das Ausmaß an Trockenheitsschäden an Mais und Zuckerrü­ben in der Westschweiz ersichtlich, was die Schadensumme gegenüber ersten Schätzungen noch deutlich erhöht hat. Im Bereich Tierseuchenversicherung lag das Prämienvolumen bei 2,1 Mio. CHF und die Schadenbe­lastung bei 62%. Die Gesamtschadenbelastung (Pflanzen- und Tierversicherung) belief sich auf 55,1%.

Frankreich verzeichnete 2023 das zweitwärmste Jahr seit Messbeginn. Die Niederschlagsmenge entsprach jedoch dem Normalwert, was sich positiv auf die Entwicklung der Kulturen auswirkte. Im vergangenen Jahr wurde in Frankreich die Ernteversicherungsreform implementiert und die versicherte Fläche konnte um 5% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies auch dank der Einführung zweier neu subventio­nierter Produkte, der Grasland- und der Obstversicherung. Insgesamt wurden der französischen Nieder­las­sung 2.627 Schäden mit einem Schadenvolumen von 14,1 Mio. CHF (Schadenzahlungen Laufjahr inkl. Schadenabschätzungskosten und -rückstellungen des Laufjahres) gemeldet, was einer sehr tiefen Scha­denbelastung von 29,2% entspricht. Davon entfallen zwei Drittel auf Hagelschäden.

2023 war ein sehr schwieriges Jahr für die Landwirtschaft in Italien. Neben den wirtschaftlichen Heraus­forderungen kamen die heftigen Unwetter vom Mai und Juli erschwerend hinzu. Die heftigen Hagel­stürme im Juli betrafen ganz Norditalien und wurden von Starkwinden begleitet. Insgesamt wurden der italienischen Niederlassung 27.496 Schäden gemeldet, was einem Schadenvolumen von 60,0 Mio. CHF (Schadenzahlungen Laufjahr inkl. Schadenabschätzungskosten und -rückstellungen des Laufjahres) entspricht. Die Schadenbelas­tung beträgt sehr hohe 141,1%.

Ausblick

Im Zentrum der Projektaktivitäten steht die Digitalisierung. Mit der Zusammenführung der Daten und der gezielten Nutzung von Satelliteninformationen will die Schweizer Hagel ihre Agentinnen und Agenten wie auch ihre Expertinnen und Experten in ihrer täglichen Arbeit noch besser unterstützen.
Die staatliche Förderung der Agrarversicherungen und die Anforderungen der Gesetzgeber steigt in allen drei Märkten an. Ab 2025 tritt zudem die Verordnung über die Prämiensubventionierung von Ernteversi­cherungen gegen die Risiken Trockenheit und Frost in der Schweiz in Kraft. Die Schweizer Hagel wird die notwendigen Anpassungen vornehmen und beabsichtigt, neue Produkte für Trockenheit und Frost zu lan­cieren. Damit will man mithelfen, das sich möglichst viele Landwirtinnen und Landwirte versichern.

Es ist ein Anliegen der Schweizer Hagel, den landwirtschaftlichen Produzentinnen und Produzenten wei­terhin innovative Versicherungsprodukte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, um sie im be­trieblichen Risikomanagement und in Präventivmaßnahmen zu unterstützen. Die Effekte des Klimawan­dels stellen die Landwirtschaft wie auch die Agrarversicherer vor große Herausforderungen. Deshalb en­gagiert sich die Schweizer Hagel für eine klimaresiliente Landwirtschaft, denn mit Anpassung und Versi­cherungsschutz sichern wir den Ertrag von morgen. (Schweizer Hagel)

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