Royal FloraHolland: Neues zur Umweltzertifizierung

Royal FloraHolland präsentiert die neue Vorgehensweise für die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung.

Royal FloraHolland präsentiert neue Vorgehensweise für die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung. Bild: GABOT.

Royal FloraHolland entscheidet sich für eine neue Vorgehensweise bei der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung. Die neue Vorgehensweise richtet sich auf ein Stimulieren, indem die Gärtner begleitet werden und ihnen die Teilnahme erleichtert wird, statt mit Sanktionen in Form von Geldbußen und einem zeitweiligen Ausschluss vom Handel zu arbeiten.

Die Geschäftsführung von Royal FloraHolland hat diesen Beschluss auch auf der Basis einer Empfehlung des Mitgliederrates gefasst. Steven van Schilfgaarde (CEO) erläutert: „Die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung bleibt ein wichtiger erster Schritt, um unsere Branche nachhaltiger zu machen und zukunftssicher zu halten. Nur auf diesem Weg können wir gegenüber dem Markt Transparenz über den Produktionsprozess unserer Blumen und Pflanzen herstellen, sodass wir jedem zeigen können, wie unsere schönen Produkte angebaut werden. Mit unserer neuen Vorgehensweise starten wir nach einer intensiven Arbeitsperiode wieder neu durch, wobei wir auf Sanktionen vorläufig verzichten. Mit voller Überzeugung und neuer Energie gehen wir an die Arbeit, um die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung zu stimulieren und so die gemeinsame Nachhaltigkeitszielsetzung der Genossenschaft zu realisieren.”

Maßgeschneidertes Vorgehen

Während der nächsten Zeit wird sich Royal FloraHolland das Wissen und die Sachkunde von Gärtnergruppen (die sog. Produktkommissionen von Royal FloraHolland, abgekürzt FPCs) zunutze machen, um gemeinsam mit ihnen herauszufinden, wie sich die Quote der Anlieferer steigern lässt, die eine digitale Umweltregistrierung führen und ein Umweltzertifikat besitzen. Das Team für nachhaltige Entwicklung und das Begleitteam Umweltregistrierung und -zertifizierung werden zusammen mit den FPCs, den Handelsbetrieben und anderen Partnern für jeden FPC eine Vorgehensweise erstellen und umsetzen. Kurz gesagt, entwickelt Royal FloraHolland nun ein maßgeschneidertes Vorgehen, denn bei jeder Gärtnergruppe gibt es spezifische Umstände, denen mit dieser Vorgehensweise viel besser Rechnung getragen werden kann.

Commitment des Handels

Es wird sich auch weiter um ein sehr breit unterstütztes Commitment des Handels bemühen, und zwar in konkreter und messbarer Form. Dabei geht es um die Bereitschaft des Handels, nur zertifizierte Blumen und Pflanzen zu kaufen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Gärtner, um aktiv zu werden.

Was bedeutet das für die Anlieferer konkret?

Royal FloraHolland hält eine digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung für sehr wichtig und wird daher weiter von allen Anlieferern auf den Marktplatz verlangen, eine digitale Umweltregistrierung zu führen und ein Umweltzertifikat zu besitzen bzw. anzustreben. Das wird auch in die Nachhaltigkeitsanforderungen aufgenommen, die zur Versteigerungsordnung gehören. RFH bietet Gärtnern auf Wunsch an, sie dabei zu unterstützen, diese Schritte zu bewältigen.

Bis Ende 2022 stimuliert Royal FloraHolland die Einführung der Umweltregistrierung und -zertifizierung, indem die Gärtner begleitet werden und ihnen die Teilnahme leichter gemacht wird. Royal FloraHolland verzichtet während dieses Zeitraums auf Sanktionen in Form von Geldbußen oder eines zeitweiligen Anlieferausschlusses . Das gilt sowohl für die digitale Umweltregistrierung als auch für die Umweltzertifizierung. In der Zwischenzeit wird RoyalFloraHolland die Fortschritte genau verfolgen, wobei Ende 2022 entschieden wird, ob eine Nachsteuerung notwendig ist.

Schon erzielte Fortschritte

Es wurden schon gute Fortschritte gemacht. Im letzten Jahr haben über 500 Gärtner mit der digitalen Umweltregistrierung begonnen. Derzeit haben 54% aller Anlieferer (Mitglieder und Nicht-Mitglieder) eine digitale Umweltregistrierung (sie stehen für 89% des Umsatzes), und 41% der Anlieferer haben ein Umweltzertifikat (sie stehen für 84% des Umsatzes). Darauf sind wir stolz – RFH ist unverkennbar auf dem richtigen Weg. (Royal FloraHolland)

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